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30.10.2013 > Onlinemeldung

Verbände legen 10-Punkte-Plan für eine große Pflegereform vor

Neue Bundesregierung muss Pflege zukunftsfähig gestalten
Quelle: 
opolja - fotolia.com
Eine immer älter werdende Gesellschaft braucht gute und würdevolle Pflege. Deshalb müssen die zukünftigen Koalitionspartner eine große Pflegereform auf den Weg bringen, die sich den demografischen Herausforderungen umfassend stellt. Der Sozialverband VdK hat gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), dem Beirat für einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und der Deutschen Alzheimer Gesellschaft einen 10-Punkte-Plan vorgelegt. Mindestens 10 Milliarden Euro Mehrkosten pro Jahr werden nach Schätzungen der Verbände entstehen, wenn neben der Pflegeversicherung die Aufwendungen der Infrastruktur berücksichtigt werden. Dazu gehört auch die Stärkung der Selbsthilfe und des bürgerschaftlichen Engagements. Dem finanziellen Aufwand steht ein erheblicher Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gegenüber, an Erweiterung der kommunalen und regionalen Infrastruktur, an Lebensqualität für die Betroffenen, ihren Angehörigen sowie der Pflegekräfte.

In dem 10-Punkte-Programm für eine zukunftssichere Pflege haben Experten Vorschläge entwickelt zu den Themen, die die Pflegereform enthalten sollte:

  • Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff braucht eine gesetzliche Grundlage ohne Einschränkungen.
  • Pflege- und versorgungsgerechte Arbeitszeitregelungen ohne Nachteile für die Betroffenen
  • Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden – sichere rentenrechtliche Absicherung für Pflegende.
  • Reha vor Pflege bei allen Altersgruppen – Präventions- und Rehabilitationsoffensive notwendig
  • Integrierte Versorgung bei Multimorbidität als Pflichtleistung der Krankenversicherung
  • Intensivierte Forschung und verbesserte Früherkennung bei Demenzerkrankungen
  • Pflege in vertrauter Umgebung – Förderung der quartiersbezogenen Pflege- und Versorgungsorganisation.
  • Infrastrukturoffensive – kommunale Daseinsvorsorge – möglichst umfassende Sicherung selbstbestimmten, unabhängigen Lebens
  • Verbesserung der Personalsituation in den pflegenden Einrichtungen
  • Ein Solidarausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung

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