Skip to content Skip to navigation Logo Verbraucherzentrale Bundesverband

11.11.2015 > Onlinemeldung

Unappetitliches Fleisch in EU-Ländern

Tests von europäischen Verbraucherorganisationen zeigen gravierende Kennzeichnungsmängel
Quelle: 
zagorodnaya - fotolia.com

Die europäische Verbraucherorganisation BEUC hat im November 2015 einen Bericht zur Lebensmittelkennzeichnung von Fleisch veröffentlicht, den „Close-up on the meat we eat“-Report. Die Produkttests verschiedener Mitgliedsorganisationen zeigen, dass die EU-weit einheitlichen Gesetze oft  nicht eingehalten werden und dass Lebensmittelbetrug immer noch ein großes Problem darstellt.

Gerade im Fleischbereich gab es in der Vergangenheit immer wieder Skandale, so der Pferdefleischskandal von 2013. Damals kamen Produkte mit nicht gekennzeichnetem Pferdefleisch in Deutschland und anderen EU-Staaten in den Handel.

Mitgliedsorganisationen von BEUC haben in Europa in den Jahren 2014 und 2015 verschiedene Aspekte der Fleischkennzeichnung getestet und sind dabei auf erschreckende Ergebnisse gestoßen. So wurde zum Beispiel Separatorenfleisch nicht gekennzeichnet, Lamm-Kebab und Lamm-Curries enthielten Huhn oder Rinderfleisch oder sogar Fleisch, das gar nicht identifiziert werden konnte. Es wurden unerlaubte Zusatzstoffe entdeckt, Fleischprodukten wurde Wasser zugesetzt.

Forderungen von BEUC

BEUC leitet daraus eine Reihe wichtiger Forderungen ab, denen sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) anschließt. Kontrollen der vollständigen und nicht irreführenden Kennzeichnung von Fleischprodukten müssen verstärkt werden. Lebensmittelbetrug muss als Thema weiter oben auf der politischen Agenda von EU und Mitgliedsstaaten stehen. Zurzeit wird die EU-Kontroll-Verordnung novelliert – ein Instrument, mit dem die Einhaltung des Lebensmittel- und Futtermittelrechts effizienter überprüft werden kann. Die EU-Verordnung  muss sicherstellen, dass Betrugsfälle schnell zu erkennen und entsprechend zu bestrafen sind.

Weitere Informationen