Skip to content Skip to navigation Logo Verbraucherzentrale Bundesverband

18.06.2015 > Onlinemeldung

Stromnetze: Geheimnistuerei muss ein Ende haben

vzbv und bne fordern mehr Transparenz bei der Netzregulierung
Quelle: 
artfocus - fotolia.com

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) fordern die Bundesregierung in einem offenen Brief auf, die Regulierung der Stromnetzbetreiber effizienter und transparenter auszugestalten. Um unnötige Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeiden, müsse die Öffentlichkeit in die Lage versetzt werden, die Regulierung nachvollziehen und kontrollieren zu können.

„Die Regulierung der Netzbetreiber ist eine einzige Blackbox“, sagt Ingmar Streese, Geschäftsbereichsleiter Verbraucherpolitik beim vzbv. „Diese Geheimnistuerei verhindert eine notwendige öffentliche Kontrolle und nährt damit den Verdacht erheblicher Mehrkosten für die Stromkunden.“ Die Bundesregierung müsse bei der anstehenden Reform der Anreizregulierung dringend handeln und für mehr Transparenz sorgen, so Streese.

900 Verteilnetzbetreiber sind zu viel

Zudem müsse die Regulierung insgesamt effizienter werden. Die derzeitige Netzstruktur in Deutschland mit über 900 Stromverteilnetzbetreibern erschwert das Management der Energiewende und führt zu unnötigen Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Aus Sicht von vzbv und bne sollten sich die Netzbetreiber daher zu regionalen Einheiten mit einer gemeinsamen Betriebsführung zusammenschließen. Die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgeschlagenen Maßnahmen seien dabei ein Schritt in die richtige Richtung.

Downloads

Weitere Informationen