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04.02.2013 > Onlinemeldung

Safer Internet Day - Internet sicherer machen

Big Data bietet große Chancen, aber nur mit effektivem Datenschutz
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Am 5. Februar 2013 findet wieder auf Initiative der Europäischen Kommission der „Safer Internet Day“ statt. Viele Veranstaltungen und Aktionen weltweit beschäftigen sich mit der Sicherheit im Internet. Schwerpunktthema in Deutschland ist „Big Data“ - die Auswertung riesiger Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen. Trotz der vielfältigen Chancen, die Big Data bietet, muss besonders auf die Persönlichkeitsrechte der Verbraucher geachtet werden.

Ständig werden Daten produziert und Informationen gesammelt: beim Einkauf mit einer Kundenrabattkarte, bei Suchanfragen im Internet oder dem Einsatz der elektronische Gesundheitskarten. Die Möglichkeit, riesige Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen in kürzester Zeit zusammenzuführen, zu verarbeiten und auszuwerten, nennen Experten „Big Data“. Damit sind große Chancen verbunden. In der Forschung und Medizin kann Big Data beispielsweise zur Bekämpfung lebensbedrohender Krankheiten oder zur Verhinderung von Epidemien beitragen.

Big Data - das Risiko

Big Data birgt aber ein erhebliches Risiko für den Persönlichkeitsschutz der Nutzer. Es darf keine personenbezogene Datenanalyse und Datennutzung ohne Zweckbindung und ohne Einwilligung des Betroffenen geben. Nutzer dürfen den Prozessen des Big Data nicht schutzlos ausgesetzt werden. Jeder Einzelne sollte selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten bestimmen können. Ein effektiver Datenschutz, der die Privatsphäre der Verbraucher auch in Zukunft gewährleistet, ist dringend erforderlich.

EU-Datenschutz-Grundverordnung

Die Europäische Union strebt mit der Datenschutz-Grundverordnung einen verbesserten, harmonisierten und modernen Datenschutz in Europa an. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) unterstützt dieses Anliegen und setzt sich dafür ein, dass die Vorschläge der Kommission verbraucherfreundlicher ausgestaltet werden.

Problematisch wird es besonders dann, wenn verschiedene Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammen geführt werden. Damit können aus ursprünglich anonymen Daten neue Erkenntnisse über Privatpersonen gewonnen werden. Nutzer haben in der Regel kein Wissen von der Zusammenführung und Verwendung dieser Daten. Deshalb müssen Unternehmen durch die EU-Datenschutz-Grundverordnung verpflichtet werden, Verbrauchern eine anonyme oder pseudonyme Nutzung von Internetdiensten anzubieten.

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