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27.02.2015 > Onlinemeldung

Rückgabe von alten Elektrogeräten bleibt kompliziert

vzbv fordert einfache Rückgabemöglichkeiten für Altgeräte
Quelle: 
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Nach den Plänen des Bundesumweltministeriums sollen deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher ihre ausgedienten Geräte künftig nur dann beim Händler abgeben können, wenn dieser mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweist. In vielen anderen europäischen Ländern ist die Rückgabe wesentlich leichter: Die Verbraucher können dort zum Beispiel ihre Altgeräte bei jedem Elektrogeschäft abgeben, wenn sie ein Neugerät kaufen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert daher einfache Rückgabemöglichkeiten für Altgeräte in Deutschland.

Elektroschrott ist der am schnellsten wachsende Abfall. In Deutschland landen jedes Jahr 142.000 Tonnen Elektrokleingeräte in der Restmülltonne. Gleichzeitig beinhaltet der Elektroschrott viele werthaltige Stoffe, die durch Recycling wiedergewonnen werden können.

Der vzbv fordert deshalb  die EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (WEEE-Richtlinie) ohne Änderungen umzusetzen. Im Vergleich zu den derzeit bestehenden 1.676 Übergabestellen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger entstünde dadurch ein Rückgabenetz von bis zu 40.000 Verkaufsstellen. Die Rückgabe von Elektroaltgeräten könnte besser in das Alltagsleben der Verbraucher eingebunden werden.

Zumindest sollten die Vorgaben der EU-Richtlinie umgesetzt werden, dass alte Elektronikgeräte beim Kauf eines neuen vergleichbaren Gerätes in jedem Elektrogeschäft und kleine Altgeräte in Geschäften mit mehr als 400 Quadratmetern kostenlos abgegeben werden können.