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29.12.2011 > Onlinemeldung

Produktsicherheit in Deutschland verbessern

Zahl der gefährlichen Produkte steigt
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Vom Toaster bis zur Zahnbürste – jeder Verbraucher ist tagtäglich von unzähligen Produkten umgeben. In den meisten Fällen sind diese Produkte sicher, doch leider nicht immer. Doch die Überprüfung und der Rückruf von fehlerhaften Produkten haben Schwächen. Darum muss die Marktüberwachung in Deutschland dringend finanziell und personell gestärkt werden.

Die sogenannten RAPEX-Meldungen der EU-Kommission zeigen, dass die Anzahl der gefährlichen Produkte von Jahr zu Jahr steigt. Dabei werden sehr unterschiedliche Mängel festgestellt: Mal ist es eine verbotene Chemikalie in einem T-Shirt, mal ein sich lösendes Kleinteil an einem Teddybär.

Quote für Produktuntersuchungen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) begrüßt, dass in den vergangenen Jahren die Zusammenarbeit der Marktüberwachungsbehörden in der EU und auch in Deutschland gestärkt wurde. Nicht umgesetzt ist bisher aber die Forderung nach einer Quote für die Untersuchung von Produkten nach Einwohnerzahl der Bundesländer, die in Deutschland für die Marktüberwachung zuständig sind. Dabei ist eine Quote von mindestens 0,5 Untersuchungen pro 10.000 Einwohner pro Jahr anzustreben.

Veröffentlichung von Produktuntersuchungen

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Veröffentlichung von Produktrückrufen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat eine Plattform entwickelt, die Rückrufe auflistet und beschreibt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert, dass diese Rückrufplattform auch die Möglichkeit bietet, dass Verbraucher unsichere Produkte melden können.

Rückrufe sollten zudem auch im Handel öffentlicher gemacht werden. Eine Auflistung auf der Internetseite einer Bundesbehörde reicht nicht aus, vielmehr müssen Rückrufe aus genauso „beworben“ werden wie Sonderangebote.

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