Skip to content Skip to navigation

30.10.2012 > Onlinemeldung

Pflegereform und „Pflege-Bahr"

Ein bisschen Reform
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Die Pflegereform bringt Leistungsverbesserungen für Demenzkranke und fördert ambulante Betreuungsleistungen. Auch die Pflegepersonen erhalten bessere Unterstützung. Die zukunftsfähige Finanzierung der Pflegeversicherung ist allerdings nicht ansatzweise sichergestellt.

Dazu müssten weiterere Einkommensarten einbezogen werden. Auch angemessene, paritätisch getragene Beitragserhöhungen wären erforderlich.

Mit dem sogenannten „Pflege-Bahr“ soll die freiwillige private Vorsorge gefördert werden. Bei Einzahlung von mindestens 120 Euro jährlich in Pflege-Tagegeldversicherung wird ein Zuschuss von 60 Euro pro Jahr vom Staat geleistet.

Doch der „Pflege-Bahr“ ist nur für Wenige sinnvoll und ein Geschenk an die Versicherungswirtschaft. Es fehlen Ansätze zur Verankerung von regelmäßigen Leistungsdynamisierungen, um dem tendenziellen Kaufkraftverlust der Versicherungsleistungen entgegen zu wirken.

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Entgegen der Koalitionsvereinbarung ist es nicht gelungen, den Pflegebedürftigkeitsbegriff auf Demenzkranke und anderweitig kognitiv eingeschränkte Menschen ausweiten.

Auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist nicht verbessert worden. Derzeit existieren mit Pflegezeit- und Familienpflegegesetz zwei konkurrierende Regelungen mit teilweise gegensätzlichen Inhalten. Um dem Ziel näher zu kommen, müssen die Gesetze mit einem Rechtsanspruch auf Pflegezeit und angemessene Lohnersatzleistungen zusammengeführt werden.

Downloads

Zusatzversicherung für Pflege | Infobroschüre der Verbraucherzentralen

Weitere Informationen