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13.02.2013 > Onlinemeldung

Pferdefleisch im deutschen Handel

vzbv fordert bessere Lebensmittelüberwachung in der EU
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Nach einer Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) besteht der Verdacht, dass falsch etikettierte Tiefkühlprodukte mit Pferdefleisch auch an Händler in Deutschland geliefert wurden. „Die Europäische Kommission muss für ein hohes Niveau der Lebensmittelüberwachung in allen EU-Staaten sorgen“, fordert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). „Außerdem müssen Produkte und ihre einzelnen Bestandteile schnell bis zum letzten Hersteller zurückverfolgt werden können.“

Besonders in den Bereichen, in denen Täuschung einfach und lukrativ erscheint, muss die Lebensmittelüberwachung besser funktionieren. Dazu sollte das europäische Lebensmittel- und Veterinäramt FVO, das für das Risikomanagement in der EU zuständig ist, die EU-Mitglieder stärker kontrollieren. Ein Weg wären neu aufgelegte Überwachungs-Programme für sensible Bereiche wie im aktuellen Fall: Rindfleisch wurde durch optisch sehr ähnliches Pferdefleisch ersetzt, um Kosten zu sparen.

Auch die nationalen Überwachungsbehörden müssen die Rechte der Verbraucher besser sichern. „Verbrauchertäuschung ist nicht hinnehmbar, auch wenn keine gesundheitlichen Gefahren bestehen“, sagt vzbv-Vorstand Billen. Um solche Fälle bei Bekanntwerden von Problemen schnell aufzuklären, muss nach Ansicht des vzbv die Herkunft von Rohstoffen einfach und schnell nachvollziehbar sein. Dazu ist auch eine vollständige Herkunftskennzeichnung bei Fleisch unerlässlich.

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