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06.11.2012 > Onlinemeldung

Patientenrechte gesetzlich sichern

Gerd Billen über das neue Patientenrechtegesetz
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Die gern belächelte Arztfrage „Wie fühlen wir uns denn heute?“ erscheint uns längst wie ein Relikt aus alter Zeit. Das persönliche Verhältnis zwischen Arzt und Patient weicht immer mehr der Geschäftsbeziehung: Der Arzt wird vom Vertrauten zum Verkäufer.

Patienten ist das oft nicht bewusst. Doch sie müssen die Folgen ausbaden: Ärzte haben weniger Zeit, verkaufen zweifelhafte Leistungen. Umstrittene Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) werden laut einer Umfrage der Verbraucherzentralen in den Arztpraxen offensiv beworben.

Noch dramatischer wirken sich Behandlungsfehler aus. Auf bislang mindestens 17.500 Todesfälle pro Jahr schätzt das Aktionsbündnis Patientensicherheit die Folgen. Viele wären durch eine konsequente Sicherheitskultur vermeidbar.

Das neue Patientenrechtegesetz sollte es richten. Und es ist auch gut, dass endlich ein eigenes Gesetz zu diesem wichtigen Thema auf den Tisch kommt. Aber der Entwurf enttäuscht, nimmt teilweise sogar Erreichtes zurück.

Wo wir die gravierendsten Mängel sehen und was wir konkret zu Behandlungsfehlern und zum Umgang mit IGeL für die Patienten fordern, lesen Sie hier. Als Stimme der Verbraucher verschafft der vzbv sich lautstark Gehör – in politischen Gremien und mit öffentlichen Wortmeldungen. Wir versprechen Ihnen: Wir machen weiter Druck für gesicherte Patientenrechte!

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