Skip to content Skip to navigation Logo Verbraucherzentrale Bundesverband

22.05.2015 > Onlinemeldung

Neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff konsequent umsetzen

Fachveranstaltung des Bündnisses für Gute Pflege
Quelle: 
longleanna - pixabay.com (CC0 Public Domain)

Über die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs diskutierten Experten mit den pflegepolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Bundestagsfraktionen auf einer Fachveranstaltung des Bündnisses für Gute Pflege am 20. Mai 2015 in Berlin. Dabei wurden auch zwei Studien zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und dem neuen Begutachtungsinstrument zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit vorgestellt. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass das neue Verfahren den Pflegebedarf besser abbilden kann als das bisherige. Offen bleibt jedoch, wie die neue Einstufung in Leistungen für die Versicherten umgesetzt wird.

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz will die Bundesregierung die Einführung des neuen Begriffs und Instruments auf den Weg bringen und bis Anfang 2017 umsetzen. Damit kommt sie einer langjährigen Forderung des Bündnisses für Gute Pflege nach.

Offen bleibt jedoch, wie die neue Einstufung in Leistungen für die Versicherten umgesetzt wird. Das Bündnis befürchtet, dass für die Reform nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt werden wird. Es fordert die Politik auf, den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff entsprechend den Empfehlungen der beiden Expertenbeiräte umzusetzen.

Die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses kündigten an, die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs weiterhin kritisch zu begleiten und auf die Erfüllung der Beiratsempfehlungen und politischen Zusagen hin zu prüfen.

Bündnis für Gute Pflege

Das Bündnis für Gute Pflege setzt sich aus 23 Mitgliedsverbänden und 14 regionalen Unterstützern zusammen, darunter Verbände der Interessenvertretung pflegebedürftiger Menschen und pflegender Angehöriger, Frauenorganisationen, Wohlfahrts- und Sozialverbände, Gewerkschaften und Berufsverbände. Sie repräsentieren insgesamt 13,6 Millionen Einzelmitglieder, zu denen hunderttausende Pflegebedürftige und Menschen aus Pflegeberufen gehören sowie rund 16.500 Pflegeeinrichtungen und -dienste, in denen täglich 550.000 Menschen betreut werden und 400.000 Beschäftigte tätig sind. Gemeinsam fordern die Bündnispartner Perspektiven für eine bessere Pflege in Deutschland.

Fotocredit: longleanna / CC0

Weitere Informationen