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02.09.2014 > Onlinemeldung

Neue Webseite: Woher kommt das Fleisch?

vzbv unterstützt europaweite Kampagne zur besseren Herkunftskennzeichnung von Fleisch
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Ob im Schinken, den Ravioli oder der Lasagne – woher das Fleisch in verarbeiteten Lebensmitteln stammt, können Verbraucherinnen und Verbraucher in den meisten Fällen nicht erkennen. Eine verpflichtende europäische Herkunftskennzeichnung fehlt bislang. Auf der interaktiven Website www.whereismymeatfrom.eu/de können Verbraucher herausfinden, welche Lücken es bei der Herkunftskennzeichnung gibt. Mit ihrer Beteiligung können Verbraucher europäischen Politiker zeigen, wie wichtig ihnen das Thema ist.

95 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher halten eine Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln für wichtig oder sehr wichtig, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Der Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz wurde bislang aber in den EU-Entscheidungen zur Herkunftskennzeichnung nicht berücksichtigt. Deshalb machen die europäischen Verbraucherorganisationen mit ihrer europäischen Dachorganisation Bureau Européen des Unions de Consommateurs (BEUC) nun Druck. Die EU soll endlich dafür sorgen, dass die Herkunftskennzeichnung auf verarbeiteten Fleischprodukten zur Norm wird.

Website zeigt den Weg des Fleischs in den Supermarkt

Auf der interaktiven Website können Verbraucherinnen und Verbraucher nachvollziehen, welche Mängel es bei der Kennzeichnung von Fleisch in Europa gibt. So ist es beispielsweise möglich, dass ein Schwein in den Niederlanden geboren, in Spanien gemästet und in Deutschland verarbeitet wird – auf dem Etikett des Lebensmittels ist davon aber nichts zu finden.

„Jedes Mal wenn Fleischskandale Schlagzeilen machen, sinkt das Verbrauchervertrauen in Fleisch. Eine transparente Produktionskette ist elementar für die Wiederherstellung des Vertrauens der Verbraucher in Fleischprodukte“, so Sophie Herr, Leiterin des Teams Lebensmittel beim vzbv. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung würde Produzenten auch dazu anhalten, ihre Lieferketten strenger zu kontrollieren und konkrete Informationen über den Ursprung ihrer Produkte bereit zu halten.

#meatorigin

Nur wenige Hersteller kennzeichnen ihre Ware freiwillig. Unter dem Hashtag #meatorigin können Verbraucher auf Facebook und Twitter Fotos von Produkten posten, bei denen die Hersteller bereits die Herkunft des Fleischs kennzeichnen.

Downloads

Infografik zur Fleischkennzeichnung (englisch)

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