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20.06.2013 > Onlinemeldung

MiFID: Verbraucher müssen wissen, was Finanzprodukte kosten

vzbv fordert Klarheit bei den Transparenzregeln in der Finanzmarktrichtlinie
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Die EU-Finanzminister beraten morgen in Brüssel die Finanzmarktrichtlinie – "Markets in Financial Instruments Directive", kurz MiFID. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) befürchtet weitere Nachteile für die Verbraucher und appelliert an Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass Finanzdienstleister ihren Kunden die Kosten von Finanzprodukten in Euro und Cent darlegen müssen.

Genau dafür hatte sich das Europäische Parlament ausgesprochen. Und schon das war ein Kompromiss. Ursprünglich sollten Provisionen in der Finanzvermittlung verboten werden. Nun scheint auch der Kompromiss auf der Kippe zu stehen. Die Form der Kostendarstellung könnte nämlich allein den Anbietern überlassen werden. Das öffnet intransparenten Kostendarstellungen Tür und Tor. Verbraucher hätten damit weiterhin keine Chance, Finanzprodukte zu vergleichen.

 

Der vzbv appelliert daher an Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass Finanzdienstleister ihren Kunden die Kosten von Finanzprodukten klar und verständlich darlegen müssen. „Klarheit und Wahrheit bei den Kosten von Finanzprodukten ist für Verbraucher zentral“, fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen. „Die jetzt verhandelte Finanzmarktrichtlinie darf nicht weiter zu Lasten der Verbraucher ausgehöhlt werden.“