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11.06.2014 > Onlinemeldung

Mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt

Bundestag beschließt Aufbau des Finanzmarktwächters
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat für das Jahr 2014 eine Anschubfinanzierung für den Finanzmarktwächter bewilligt. Dieser soll für Transparenz am Finanzmarkt sorgen und den Interessen der Verbraucherinnen und Verbrauchermehr Gewicht verleihen.

Schon lange haben sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen für den Aufbau eines Finanzmarktwächters eingesetzt. „Wir freuen uns, dass die Große Koalition bei der Stärkung des Verbraucherschutzes im Finanzmarkt erste Schritte beschlossen hat“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Die Aufgaben des Finanzmarktwächters sind die Beobachtung und Analyse des Finanzmarkts und die frühzeitige Identifizierung von Fehlentwicklungen. Seine Erkenntnisse stellt der Finanzmarktwächter unter avderem den zuständigen Behörden zur Verfügung. Für Verbraucher übersetzt er sie in klare Informationen. Notfalls setzt er kollektive Verbraucherrechte gerichtlich durch.

Erkennen, informieren, handeln

„Wir freuen uns, dass wir jetzt für den Finanzmarkt ein System entwickeln können, in dem die unterschiedlichen Akteure aus der Zivilgesellschaft und die Behörden ihre Stärken ausspielen können. Die Anschubfinanzierung gibt die Möglichkeit, Teile des Finanzmarktwächters aufzubauen. Im nächsten Haushaltsjahr müssen Bundesregierung und Bundestag die Weichen dafür stellen, dass er auch wirklich greift und langfristig verstetigt wird", so Müller. Für die Stärkung der Verbraucherrechte im Finanzmarkt sei darüber hinaus die institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Verbraucherschützern, Aufsichtsbehörden und Wissenschaft ein wichtiger Ansatzpunkt.

Dazu sollen die Kompetenzen der Verbraucherzentralen und des vzbv genutzt werden. Jährlich wenden sich allein rund 130.000 Verbraucher mit Problemen im Bereich Finanzdienstleistungen an die Beratungsstellen. „Wenn die Probleme, die Verbraucher mit den Akteuren am Markt erleben, systematisch dokumentiert und an die Aufsichtsbehörden und politischen Akteure weitergegeben werden, dann ist das ein erster wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz und Evidenz“, sagt Müller.

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