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25.08.2016 > Onlinemeldung

Marktwächter ziehen erste Bilanz

Marktwächterarbeit stärkt Verbraucherschutz
Quelle: 
Ruslan Grumble - fotolia.com

Die Projekte Marktwächter Digitale Welt und Marktwächter Finanzen ziehen Bilanz über erste Erkenntnisse der verbraucherorientierten Marktbeobachtung: Nach knapp 18 Monaten Projektlaufzeit wurden in zwei neuen Frühwarnnetzwerken über 6.800 auffällige Meldungen aus den über einer halben Million Anfragen und Beratungen gesammelt und ausgewertet. Seit Jahresbeginn veröffentlichten die Marktwächterprojekte bereits sechs explizite Verbraucherwarnungen vor dubiosen Anbietern oder Maschen und gingen zwölf Mal rechtlich gegen Unternehmen vor. Sieben umfassende Untersuchungen belegen zudem Mängel bei Themen wie Lebensversicherungen, Graumarktprodukten oder Vergleichsportalen. Die Marktwächter-Teams konnten damit auch Aufsichtsbehörden auf konkrete Missstände hinweisen und mit Abmahnungen Verbraucherrechte schützen.

„Die Marktwächter wirken. Bereits nach kurzer Projektlaufzeit zeigt sich, dass wir den Verbraucherschutz in Deutschland deutlich stärken können. Die Erkenntnisse der beiden Projekte bestätigen den Bedarf an evidenzbasierter Marktbeobachtung aus Verbrauchersicht. Marktwächterwarnungen an Verbraucher, der Dialog mit Anbietern, die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden und Politik und auch die Rechtsdurchsetzung für Verbraucher belegen den Erfolg“, sagt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Über die Marktwächter

Das Ziel der im März 2015 gestarteten Marktwächter Projekte ist die verbraucherorientierte Marktbeobachtung. Als Frühwarnsystem helfen die Marktwächter, strukturelle Verbraucherprobleme früher zu erkennen und darauf aufmerksam zu machen. Beide Projekte konnten seit Projektstart bereits Missstände aufdecken und Verbraucher warnen, befinden sich parallel aber planmäßig noch bis Ende 2017 im Aufbau. Insgesamt untersuchen fünf Schwerpunkt-Verbraucherzentralen den Finanzmarkt: Baden-Württemberg (Geldanlage und Altersvorsorge), Bremen (Immobilienfinanzierung), Hamburg (Versicherungen), Hessen (Grauer Kapitalmarkt) und Sachsen (Bankdienstleistungen und Konsumentenkredite). Der Marktwächter Digitale Welt setzt sich aus fünf Schwerpunktverbraucherzentralen zusammen: Bayern (Digitale Dienstleistungen), Brandenburg (Digitaler Wareneinkauf), Nordrhein-Westfalen (Nutzergenerierte Inhalte), Rheinland-Pfalz (Digitale Güter) und Schleswig Holstein (Telekommunikationsdienstleistungen). Insgesamt arbeiten in den Schwerpunktverbraucherzentralen und beim Verbraucherzentrale Bundesverband knapp 100 Mitarbeiter an der Marktbeobachtung. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) fördert die Maßnahmen mit insgesamt 10 Mio. Euro jährlich.

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