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18.12.2013 > Onlinemeldung

Keine Klontiere in europäischen Ställen

Unzureichender Entwurf der EU-Kommission zum Umgang mit geklonten Tieren
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Die Mehrheit der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt das Klonen von Tieren für die Lebensmittelerzeugung entschieden ab. „Wir brauchen ein klares Verbot für das Klonen landwirtschaftlicher Nutztiere. Darüber hinaus müssen Verbraucher erkennen können, ob Produkte aus Nachkommen geklonter Tiere verarbeitet wurden. Derzeit ist das nicht der Fall“, sagt Jutta Jaksche, Referentin im Team Lebensmittel des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

An der Frage, wie mit Lebensmitteln aus geklonten Tieren und deren Nachkommen umzugehen ist, scheiterte 2011 eine Einigung zwischen Europäischer Kommission, Parlament und dem Europäischen Rat zu einer Verordnung, die neuartige Lebensmittel regelt - die sogenannte Novel Food Regulation.

Nun hat die EU-Kommission einen neuen Vorschlag vorgelegt. Zuvor hatte sie eine Machbarkeitsstudie durchführen lassen mit dem Ergebnis, dass eine Kennzeichnung des Fleisches der ersten Nachkommengeneration von Rindern möglich und finanzierbar sei. Lediglich für Milch und Milchprodukte hielt die EU-Kommission die Kennzeichnung geklonter Tiere für zu kostspielig und unangemessen.

Umso verwunderlicher ist es, dass die Kommission nun generell keine Kennzeichnung für Nachkommen geklonter Tiere vorsehen will, so Jutta Jaksche. „Das Thema Klonen bei Tieren ist für die meisten Menschen ein ethisches Thema. Abgelehnt wird diese Technik zum Einsatz von Lebensmitteln, weil Tierleid nicht ausgeschlossen werden kann und die industrielle Landwirtschaft weiter vorangetrieben wird. Ein transparentes System zur Kennzeichnung ist eine Mindestvoraussetzung für alle Produkte“, so Jutta Jaksche. Des Weiteren müsse zukünftig eine genaue Rückverfolgung importierter Samen und Embryos von geklonten Tieren ebenso wie für Tiere, die in Drittländern als Nachkommen geklonter Tiere geboren wurden, sichergestellt werden.

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