Skip to content Skip to navigation Logo Verbraucherzentrale Bundesverband

22.03.2013 > Onlinemeldung

Ist das Internet noch neutral?

Messkampagne zur Netzneutralität
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Der Internetanschluss gehört mittlerweile zur Lebensgrundlage. Hierüber erhalten Verbraucher Zugang zu Informationsquellen aller Art, zu digitalen Inhalten wie Musik, Filmen, Literatur und Spielen, zu Konsumgütern und zu privaten und öffentlichen Dienstleistungen. Das Datenvolumen nimmt folglich zu. Drosselungen der Geschwindigkeit nach Erreichen eines bestimmten Datenvolumens sind mittlerweile beim mobilen Internetzugang gang und gäbe. Da wo Flatrate drauf steht, ist schon lange nicht mehr Flatrate drin.

Aktuell erwägt die Telekom nun auch eine Drosselung der Geschwindigkeit beim DSL/VDSL Internetanschluss. Wer ein bestimmtes Datenvolumen verbraucht hat, soll nur noch langsam weiter surfen können. Hierdurch wird die Netzneutralität ernsthaft gefährdet. Die Bundesregierung hat es bislang versäumt, die Netzneutralität gesetzlich zu sichern. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) setzt sich für eine neutrale Übermittlung aller Datenpakete ein. Nur so kann ein diskriminierungsfreier Zugang zu allen Diensten und Inhalten für alle Verbraucher garantiert werden.

Um einen Überblick über den Status quo der Netzneutralität in Deutschland zu erhalten, führt die Bundesnetzagentur führt derzeit eine bundesweite Messkampagne durch. Auf der Internetseite www.initiative-netzqualitaet.de können Internetnutzer jetzt bis Ende Juni 2013 überprüfen, ob der Datenverkehr bei Peer-to-Peer Anwendungen wie zum Beispiel Skype mit unterschiedlichen Datenraten transportiert wird. Insbesondere wird untersucht, ob es zum Beispiel Unterschiede zwischen Anbietern und verschiedenen Technologien gibt.

Weitere Informationen