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01.04.2015 > Onlinemeldung

Herkunftskennzeichnung von Fleisch: Auf halber Stecke stehen geblieben

vzbv und Verbraucherzentralen fordern Kennzeichnung auch bei verarbeiteten Lebensmitteln
Quelle: 
Sergey Ryzhov - fotolia.com

Ab 1. April 2015 erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher mehr über die Herkunft von frischem, verpacktem Fleisch. „Aufgezogen und geschlachtet in Deutschland“ muss beispielsweise auf der Verpackung stehen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentralen begrüßen diese europaweite Regelung, sehen jedoch Nachbesserungsbedarf.

„Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleischarten wie Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege ist ein erster Schritt zu mehr Transparenz. Wo das Tier geboren wurde, ist auf dem Etikett jedoch nach wie vor nicht zu erkennen “, sagt Ingmar Streese, Bereichsleiter Verbraucherpolitik des vzbv. „

Für Hackfleisch gelten noch einfachere Regelungen. Hier reicht beispielsweise die Angabe „aufgezogen und geschlachtet in der EU“.

Keine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete Fleischprodukte

Ein weiteres Manko sieht der vzbv darin, dass verarbeitete Fleischprodukte wie Wurst, Lasagne oder mariniertes, gewürztes Fleisch weiterhin von der Kennzeichnung ausgenommen sind.

95 Prozent der deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher halten eine Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln für wichtig oder sehr wichtig, so das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des vzbv aus dem Jahr 2014. Sie wollen auf dem Etikett oder an der Fleischtheke erkennen können, woher das Fleisch stammt und wo es weiterverarbeitet wurde. Daher fordern Verbraucherzentralen und der vzbv, dass die EU-Kommission die Erwartungen der Konsumenten ernst nimmt und die Herkunftsangabe auch auf Lebensmitteln mit Fleisch als Zutat verpflichtend vorschreibt.

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