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29.12.2011 > Onlinemeldung

Für einen selbstbestimmten Umgang mit persönlichen Daten

Datenerhebung und Datenverarbeitung transparent machen
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Viele Geschäftsmodelle im Internet basieren auf der Verwertung von sensiblen und damit für die Unternehmen ökonomisch wertvollen Daten. Die betroffenen Verbraucher dürfen über diese Tatsache nicht getäuscht werden, sondern müssen vielmehr über die Art der Daten und die Zweckbestimmung der Datenerhebung und Datenverarbeitung frühzeitig und umfassend informiert werden.

Sowohl Website-Betreiber als auch die Werbewirtschaft müssen Informationen über die konkret eingesetzten Techniken der Datenerhebung und Datenverarbeitung liefern. Diese Informationen müssen für die Verbraucher verständlich und leicht abrufbar sein.

Einwilligungen in die Erhebung und Verarbeitung von Daten sollten zeitlich begrenzt sein. Nur so entsteht Transparenz. Nur so ist eine bewusste und informierte Entscheidung möglich.

Verbrauchern eine aktive informierte Entscheidung ermöglichen 

Die in der E-Privacy-Richtlinie der Europäischen Union vorgesehene aktive informierte Einwilligung zur Platzierung von Cookies muss zügig in deutsches Recht umgesetzt werden. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für einen selbstbestimmten Umgang mit persönlichen Daten und Informationen.

Die Wünsche und das Vorwissen der Nutzer sind unterschiedlich: Einige wollen in jedem Einzelfall entscheiden, einige möchten grundsätzlich nicht zustimmen, wieder andere benötigen Unterstützung. Die aktive informierte Einwilligung zur Erhebung und Verarbeitung von Daten muss für jede dieser Varianten ausgestaltet sein. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält daher eine Studie für sinnvoll, in der die Wünsche der Nutzer bei der Ausgestaltung und der Umsetzung berücksichtigt werden.