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18.12.2013 > Onlinemeldung

Fluggastrechte – Wohin geht die Reise für den Verbraucherschutz?

vzbv setzt sich für Entschädigung ab drei Stunden Flugverspätung ein
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Hinter den Erwartungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zurückgeblieben ist der Beschluss des Verkehrsausschusses Europäischen Parlaments zur Revision der Fluggastrechte. Danach sollen Fluggäste bei mehr als drei Stunden Verspätung eine Entschädigung erhalten. Bei längeren Distanzen sollen sie allerdings erst nach fünf beziehungsweise sieben Stunden Verspätung entschädigt werden.

Der Verkehrsausschuss sprach sich gegen den Vorschlag der EU-Kommission aus, nach dem es erst ab fünf Stunden Verspätung eine Entschädigung für die Fluggäste geben soll, bei längeren Flugdistanzen sogar erst ab neun oder zwölf Stunden. Trotzdem bleibt der Beschluss hinter der derzeitigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zurück. „Konsequent wäre es, wenn alle Fluggäste bei mehr als drei Stunden Verspätung einen Anspruch auf Entschädigung haben – unabhängig von der Flugdistanz“, sagt Otmar Lell, Referent im Team Energie und Verkehr beim vzbv.

Entschädigung ab drei Stunden Verspätung

Im EU-Rat stoßen die hohen Schwellenwerte der EU-Kommission für die Verspätungsentschädigung bislang überwiegend auf Zustimmung. Der vzbv appelliert in diesem Zusammenhang an die deutsche Bundesregierung, ihre Position zu überdenken – denn laut Koalitionsvertrag setzt sich die neue Bundesregierung bei der Neuregelung der Fluggastrechte „für den Erhalt des bestehenden Schutzniveaus“ ein.

Auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben bei der Plenumsabstimmung am 3. Februar 2014 die Chance, sich in diesem Sinne klar und eindeutig für ein hohes Niveau im Verbraucherschutz einzusetzen.

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