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12.08.2015 > Onlinemeldung

Energiewende: Handel und Verbraucher um 1,6 Milliarden Euro entlasten

vzbv und HDE legen Vorschläge für gerechtere Kostenverteilung vor
Quelle: 
Artfocus; fotolia.com

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Handelsverband Deutschland (HDE) setzen sich in einem gemeinsamen Positionspapier für eine gerechtere Kostenverteilung bei der Energiewende ein. Durch einen effizienteren Einsatz von Fördermitteln und die Abschaffung bestimmter Industrieprivilegien könnten Handel und Verbraucher um 1,6 Milliarden Euro entlastet werden.

„Neue Ideen und die Ausweitung von Fördermitteln kommen Verbrauchern teuer zu stehen. Mit effizienterer Förderung und Streichung von Privilegien könnten die Kosten gerechter verteilt werden und die Energiewende wird kostengünstiger umgesetzt “, sagt Ingmar Streese, Leiter des Geschäftsbereichs Verbraucherpolitik beim vzbv. Handel und Verbraucher seien in besonderem Maße von den Kosten der Energiewende betroffen. Um für Entlastung zu sorgen, sollten die aufgezeigten Einsparpotenziale daher dringend genutzt werden. Die Vorschläge von vzbv und HDE sehen unter anderem eine effizientere Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und den Abbau des Überschusses auf dem EEG-Konto vor.

Industrierabatte auf den Prüfstand

vzbv und HDE plädieren außerdem dafür, die Netzentgeltrabatte für stromintensive und atypische Nutzer auf den Prüfstand zu stellen. „Natürlich haben weder Handel noch Verbraucher ein Interesse an einer Abwanderung der Industrie. Aber die Anreize, die durch solche Netzentgeltrabatte gesetzt wurden, passen nicht mehr zum Strommarkt von heute“, sagt Kai Falk, Bereichsleiter Kommunikation und Nachhaltigkeit beim HDE. Auch die Bundesnetzagentur habe erkannt, dass die Netzentgeltrabatte meist zu Mitnahmeeffekten führten. Den Handel treffe diese ungerechte Lastenverteilung gleich doppelt: Zum einen müsse die Branche selbst erhöhte Kosten aufbringen und zum anderen hätten die Verbraucher wegen der steigenden Energiepreise weniger Geld für den Konsum in der Tasche. „Ziel muss ein ausgewogenes Verhältnis der Kostenbelastungen sein“, so Falk.

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