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21.05.2013 > Onlinemeldung

Energiewende: Beim Ausbau des Stromnetzes drohen Überkapazitäten

Der Ausbau des Stromnetzes erfordert realistische Szenarien
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Der Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom hat die Aufgabe, ein möglichst realistisches Bild der zukünftigen Erzeugungslandschaft aufzuzeigen. So kann der Ausbau des Stromnetzes genau auf den Ausbau der erneuerbaren Energien abgestimmt werden. Diesem Anspruch wird der aktuelle Szenariorahmen aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) aber nicht gerecht.

Insbesondere die Annahmen über den Ausbau der Offshore-Windenergie gehen weit an der Wirklichkeit vorbei. Als Folge drohen erhebliche Überkapazitäten im Stromnetz, die zu einer unnötigen Kostenbelastung für die Verbraucher führen.

Der Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom und den Offshore-Netzentwicklungsplan 2014 erwartet einen Ausbau der Offshore-Windenergie auf 12,8 Gigawatt bis zum Jahr 2024. Dieser Wert ist vollkommen unrealistisch. Laut einer neuen Studie werden es allenfalls 5,9 bis 7,1 Gigawatt sein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind gerade einmal 300 Megawatt an Anlagen installiert.

Ein Ausbau des Stromnetzes, der auf einem derart unrealistischen Szenariorahmen beruht, führt zwangsläufig dazu, dass mehr Leitungen gebaut werden als benötigt. Insbesondere im Offshore-Netz drohen erhebliche Überkapazitäten, möglicherweise sogar „Stranded Investments“, das sind solche Investitionen, die sich nachträglich als unnötig herausstellen. Diese führen zu hohen Leerkosten und damit zu einer unnötigen Erhöhung der Netzentgelte. Vor diesem Hintergrund müssen die dem Szenariorahmen zugrunde liegenden Annahmen dringend korrigiert werden.

Im Download finden Sie eine Stellungnahme des Verbraucherzentrale Bundesverbands zum Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan Strom (NEP) und den Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) 2014.

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