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10.12.2013 > Onlinemeldung

Endlich beschlossen: CO2-Grenzwerte für Neuwagen

Kompromiss für Verbraucher
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Ein halbes Jahr Verhandlungen und einige Zugeständnisse an die deutsche Autoindustrie waren erforderlich, um die Blockadehaltung der Bundesregierung bei den CO2-Grenzwerten für Neuwagen zu überwinden. Europäischer Rat und Parlament haben sich am 27. November 2013 auf einen neuen Kompromiss geeinigt.

Bis zum Jahr 2020 müssen danach zunächst nur 95 Prozent der Neuwagen den Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer einhalten, erst im Jahr 2021 gilt der Wert für die Gesamtflotte. Zusätzlich erhalten Hersteller mehr Flexibilität bei den sogenannten Supercredits, mittels derer Elektroautos mehrfach auf die CO2-Bilanz eines Herstellers angerechnet werden können. Statt der ursprünglichen Begrenzung von 2,5 Gramm CO2 pro Jahr können sie im Zeitraum zwischen 2020 und 2022 bis zu 7,5 Gramm CO2 ohne jährliche Grenze anrechnen lassen. Um diesen Wert können die Hersteller ihren Flottengrenzwert nach oben setzen, wenn sie ausreichend Elektroautos verkaufen.

Schlechtes Geschäft für Verbraucher

Für die Verbraucher sind diese Zugeständnisse ein schlechtes Geschäft. Denn je höher der CO2-Ausstoß, desto höher auch der Spritverbrauch und damit die Tankrechnung. Mit strengeren CO2-Grenzwerten wären noch deutlichere Ersparnisse bei den Spritpreisen erreichbar gewesen. Allerdings konnte die deutsche Autoindustrie und mit ihr die Bundesregierung nur einen Teil ihrer Forderungen durchsetzen. Der nun beschlossene CO2-Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer leistet daher trotz der Abschwächungen einiges, um Mobilität auch in Zeiten steigender Ölpreise bezahlbar zu halten.

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