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01.04.2014 > Onlinemeldung

Begriff der Pflegebedürftigkeit jetzt überarbeiten

Bündnis für gute Pflege drängt auf zügigen Zeitplan der Bundesregierung
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Das Bündnis für gute Pflege richtet sich mit einem Warnruf an die Bundesregierung. „Wir appellieren an den Gesetzgeber, die Einführung des dringend notwendigen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs noch in diesem Jahr verbindlich zu starten“, heißt es in einem Appell an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die Unterzeichner üben scharfe Kritik an dem von der Koalition vereinbarten Zeitplan für die Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes.

Der von der Bundesregierung angekündigte Zeitplan sowie die angekündigten Elemente einer Pflegereform lassen befürchten, dass die Bundesregierung die Neudefinition der Pflegebedürftigkeit weiter aufschieben will.

Stufenweise Erhöhung des Beitrags unzureichend

Ferner bewertet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die bevorstehende stufenweise Erhöhung des Beitrages zur Pflegeversicherung um insgesamt 0,5-Prozentpunkte als unzureichend. Das gilt insgesamt für die Finanzierung der vielfältigen Leistungsverbesserungen und für die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Hier sieht der vzbv die Notwendigkeit, die private und die gesetzliche Pflegeversicherung mit gleichen Zugangsvoraussetzungen und Leistungsstrukturen, aber unterschiedlichen Pflegerisiken zusammenzuführen. Es sollte einen gleichen prozentualen Pflegeversicherungsbeitrag für alle geben und eine ausgeweitete Bemessungsgrundlage für die Pflegeversicherungsbeiträge.

Veranstaltung „Zeit für den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff“

Das Bündnis für gute Pflege vertieft seine Forderung nach sofortiger Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs in einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „100 Tage nach der Wahl – Zeit für den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff!“
Termin: 2. April 2014, 14:00 Uhr in dem Haus der Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin

Bündnis für gute Pflege

Das Bündnis für gute Pflege, dem auch der Verbraucherzentrale Bundesverband angehört, wurde 2012 in Berlin von Selbsthilfeorganisationen, Gewerkschaften, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden gegründet. Die im Bündnis engagierten Verbände und Organisationen vertreten über 13,6 Millionen Mitglieder, rund 16.500 Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste, in denen täglich 550.000 Menschen betreut werden und 400.000 Beschäftigte tätig sind.

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