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29.12.2011 > Onlinemeldung

400+ Verbraucherzentrale der Zukunft

Für einen Ausbau der Beratungsstellen in Deutschland
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Verbraucherzentrale in meiner Nähe! 190 Beratungsstellen können die Anforderungen von 40 Millionen Privathaushalten nicht bewältigen.

Verbraucherzentralen und vzbv haben 2009 ihr Konzept „400+ Verbraucherzentrale der Zukunft“ präsentiert. Es beruht auf den Analysen und Erkenntnissen, dass

  • die steigende Nachfrage nach individueller, persönlicher Beratung mit der vorhandenen Infrastruktur nicht mehr befriedigt werden kann.
  • keine neuen Themen aufgegriffen, neue Aufgaben übernommen oder neue Zielgruppen angesprochen werden können.
  • personell dünn ausgestattete Beratungsstellen organisatorisch nicht in der Lage sind, bei Bedarf ergänzende, themenspezifische Projekte durchzuführen.
  • die Mittel nicht ausreichen, um flexible Service- und Themen-Hotlines aufzubauen, so dass Verbraucher außerhalb der Öffnungszeiten der Verbraucherzentralen einfachen Zugang zu Informationen haben.
  • die Mittel nicht ausreichen, um internetbasierte und interaktive Angebote auszubauen.

Verbraucherberatung ist kommunaler Dienstleistung vergleichbar

Analog dem Grundgedanken, dass Verbraucherberatung einer kommunalen Dienstleistung vergleichbar ist, spricht sich das Konzept zum einen für einen Ausbau der Infrastruktur in Ober- und Mittelzentren sowie in Landkreisen aus. Damit hätten erstmals zumindest 20 Prozent der Privathaushalte die Möglichkeit, eine individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Zum anderen für eine Mindestausstattung der Beratungsstellen, so dass diese ein Mindest-Leistungsportfolio anbieten können und damit zugleich bundesweit einheitliche Beratungs- und Informationsmindeststandards gewährleistet sind.

Weitere Details sind in der Broschüre „400+ Verbraucherzentrale der Zukunft“ zu finden (siehe unten).

400+ muss kein Traumgebilde bleiben

Für die Finanzierung des Konzepts mit einem Jahresgesamtbudget von 246,14 Mio. Euro (155 Mio. Euro für 400 Beratungsstellen, 66,5 Mio. Euro für Hauptgeschäftsstellen in den Bundesländern und 24,64 Mio. Euro für den vzbv) haben wir folgendes Finanzierungsmodell vorgeschlagen:

Bund: 67,43 Mio €
Länder: 55,1 Mio. €
Kommunen: 32,93 Mio. €
Anbieter: 67,43 Mio. €
Eigeneinnahmen: 23,25 Mio. €

Die Entwicklung seit 2009 hat die dem Konzept zugrundeliegenden Annahmen hinsichtlich des Handlungsbedarfs für Verbraucher (-schutz) nur bestätigt. Die in unserem Positionspapier zur Finanzierung der Verbraucherarbeit skizzierten Optionen zeigen, dass es jede Menge gangbarer Schritte gibt, um die Finanzierung auf ein breiteres und zukunftsfesteres Fundament zu stellen.

„400+“ bleibt daher nicht nur unsere Zielmarke. Die vorhandenen und bislang ungenutzten Finanzierungsquellen machen deutlich, dass „400+“ kein Traumgebilde ist.

Die Entwicklung seit 2009 hat die dem Konzept zugrundeliegenden Annahmen hinsichtlich des Handlungsbedarfs für Verbraucher (-schutz) nur bestätigt. Die in unserem Positionspapier zur Finanzierung der Verbraucherarbeit skizzierten Optionen zeigen, dass es jede Menge gangbarer Schritte gibt, um die Finanzierung auf ein breiteres und zukunftsfesteres Fundament zu stellen.

„400+“ bleibt daher nicht nur unsere Zielmarke. Die vorhandenen und bislang ungenutzten Finanzierungsquellen machen deutlich, dass „400+“ kein Traumgebilde ist.

Downloads

Finanzierung der Verbraucherarbeit - vzbv-Stellungnahme
400+ Verbraucherzentrale der Zukunft