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26.05.2011 > Dokument

Vorschläge zur Stärkung der Altersvorsorge und der Riester-Förderung

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Peter Atkins – fotolia.com

Im April 2011 hat das Bundesfinanzministerium darüber informiert, dass die Zentrale Zulagenstelle allein für die Jahre 2005 bis 2007 1,5 Millionen Riester-Zulagen in Höhe von 500 Millionen Euro zurückgebucht hat. Darauf hat die Bundesregierung kurzfristig reagiert, zum Beispiel indem die Möglichkeit zur Nachentrichtung von Beiträgen eingeführt werden soll.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband ist davon überzeugt, dass nach diesen Änderungen dringend weitere Verbesserungen erforderlich sind, um die zusätzliche Altersvorsorge nachhaltig in ihrer Funktion zu stabiliseren, einen Teil der Vorsorgelücke zu schließen. Ob und inwieweit die private Zusatzrente tatsächlich die Lücken in der Gesetzlichen Rentenversicherung schließen kann, hängt dabei von drei wesentlichen Faktoren ab:

  • Verbraucher müssen tatsächlich willens und in der Lage sein, zusätzliche Sparleistungen für ihre Altersvorsorge aufzubringen,
  • der Aufbau des Altersvorsorgekapitals muss möglichst effizient, das heißt kostengünstig erfolgen,
  • Verbraucher müssen in der Finanzberatung die für sie richtigen und effizienten Produkte empfohlen bekommen.

An der Erfüllung dieser Voraussetzungen bestehen jedoch schon seit längerem begründete Zweifel. Deshalb sind Vereinfachungen und Flexibilisierungen der Riester-Förderung zwar gut und richtig, der weit größere Handlungsbedarf liegt aber zum einen in der Regulierung des Vertriebs im Sinne einer Beratung, die sich strikt am Bedarf der Verbraucher orientiert, und zum anderen in der Regulierung der Produkte im Sinne einer besseren Produkteffizienz.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband appelliert, die Probleme bei der zusätzlichen Altersvorsorge nochmals grundlegend und umfassend anzugehen.

Im ausführlichen Positionspapier im Download werden die Vorschläge und Reformansätze des Verbraucherzentrale Bundesverbandes vorgestellt.

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