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07.03.2011 > Dokument

Versorgungssperren vermeiden | Positionspapier des vzbv zur Unterbrechung der Strom- und Gasversorgung

Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Positionspapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Unterbrechung der Strom- und Gasversorgung bei schutzbedürftigen Personen anlässlich des Verbändegesprächs der Verbrauchschutzministerkonferenz am 24. März 2011

Nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes sollte eine Versorgungssperre nur als äußerstes Sanktionsmittel dienen. Energie Strom- und Gasversorgung, Elektrizität und Wärme gehören zu den existenziellen Mindestbedürfnissen der Verbraucher.

Um Versorgungssperren zu vermeiden, bedarf es einer Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen und einem Mix aus weiteren Instrumenten. Ein wesentlicher Baustein zur Vermeidung von Energiesperren ist die Reduzierung des Energieverbrauchs. Auch die Sozialtransferleistungen müssen so angehoben und dynamisiert werden, dass der angemessene und realistische Energiebedarf in den Regelsätzen und Zuschüssen abgebildet wird.

Problem der Energiearmut gewinnt an Bedeutung
Von 2000 bis 2009 stieg der Strompreis für Haushaltskunden um über 60 Prozent. Im Jahr 2010 stieg der Strompreis um etwa 10 Prozent. Die Haushaltskunden in Deutschland zahlten 2010 mit rund 24 Cent pro Kilowattstunde (kWh) den zweithöchsten Strompreis in der Europäischen Union. Auch bei den Gaspreisen für Haushaltskunden liegt Deutschland im europäischen Vergleich im vorderen Drittel.

Energiepreise steigen weiter
Ausgehend von dem hohen Preisniveau werden steigende Rohstoffpreise, eine konjunkturbedingt erhöhte Energienachfrage, anstehende Milliardeninvestitionen in die Netzinfrastruktur bis zum Jahr 2020 sowie ein Anstieg der jährlichen EEG-Kosten voraussichtlich zu einem weiteren rasanten Energiepreisanstieg führen.

Die Realeinkommen der Haushaltskunden halten mit dieser Preisentwicklung nicht Schritt. Die Armutsbetroffenheit in Deutschland ist von 12 Prozent im Jahr 1999 auf 17,2 Prozent im Jahr 2005 angestiegen.

Das gesamte Positionspapier (8 Seiten, 136 Kb) finden Sie zum Download.

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