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14.10.2013 > Dokument

Versicherungsvermittler-Richtlinie: richtiger Ansatz - unzureichende Umsetzung

Positionspapier des vzbv zur Revision der Versicherungsvermittler-Richtlinie
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Im Europäischen Parlament diskutiert der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) über den Entwurf der EU-Kommission zur Überarbeitung der Versicherungsvermittler-Richtlinie (IMD 2). Ziel der Richtlinie ist eine Verbesserung des Verbraucherschutzes durch einheitliche Rahmenbedingungen für den Versicherungsvertrieb. Die Vorschläge werden diesem Ziel aber nicht gerecht.

Vielmehr wäre es dafür erforderlich, an jedem Point of Sale - unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit - bestimmte Mindestanforderungen vorzuschreiben. Dies betrifft die Grundqualifikation und Fortbildung, die Offenlegung des Status der Handelnden, den fairen, ehrlichen und professionellen Umgang mit den Kunden und die Durchführung einer Risikoanalyse (auch im Direktvertrieb).

Neben einheitlichen Vertriebsvoraussetzungen und Anforderungen an den Vertrieb sollte das Augenmerk in der Ausgestaltung der Richtlinie auf folgende Punkte gelegt werden:

  • keine Befreiung von den Zulassungsvoraussetzung für die so genannten Untervermittler,
  • eine verpflichtende Offenlegung von Provisionen,
  • einen Erhalt der Schutzregelung zu Querverkäufen (Koppelungs- und Bündelungsgeschäften),
  • eine Konvergenz zu MiFID-Regelungen
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments auf, eine konsequente Entscheidung pro Verbraucherschutz zu treffen.

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Positionspapier des vzbv zur Revision der Versicherungsvermittler-Richtlinie