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31.03.2011 > Dokument

Verbraucherschutz in die Finanzaufsicht

Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com
Aktivitäten des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) für eine verbrauchergerechte Kontrolle der Finanzmärkte



Das Problem
Mindestens 20 Milliarden Euro verlieren Verbraucherinnen und Verbraucher jährlich durch schlechte Finanzprodukte und fehlerhafte Beratung. Die Folge: Große Probleme bei der privaten Altersvorsorge und ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden.

Die Lösung
Wir brauchen eine verbraucherorientierte Reform der Finanzaufsicht und strengere Regeln für Banken und Finanzvermittler. Derzeit diskutiert die Bundesregierung über eine Reform der Finanzaufsicht. Wir fordern, dies zum Anlass zu nehmen, um den Verbraucherschutz endlich auch in Deutschland institutionell effektiv zu verankern.

Was zu tun ist

  • Verbraucherschutz als Aufsichtsziel: Die Finanzaufsicht muss den gesetzlichen Auftrag erhalten, sich aktiv um den Verbraucherschutz zu kümmern.
  • Beschwerderecht: Wenn Verbraucherinteressen im Finanzmarkt signifikant verletzt werden, müssen Verbraucherorganisationen die Finanzaufsicht zum Handeln bewegen können.
  • Kontrolle des Verkaufs: Die Finanzaufsicht muss auch kontrollieren, ob beim Verkaufsgespräch mit dem Verbraucher fair umgegangen wird.
  • Verkaufsverbot: Die Finanzaufsicht muss gefährliche Finanzprodukte vom Publikumsverkauf ausschließen können und wird darin vom Gesetzgeber unterstützt.
  • Aufsichtslücken schließen: Der gesamte Finanzmarkt, auch der Graue Kapitalmarkt, ist der Aufsicht zu unterstellen.

Bundesregierung beschließt Finanzaufsicht ohne Biss

Ohne Biss bleibt die Finanzaufsicht, wenn die von der Bundesregierung beschlossene Regulierung der Finanzvermittlung Gesetz wird. Denn ausgerechnet für Verkäufer sogenannter Graumarktprodukte und solche, die ausschließlich Investmentfonds vertreiben, sollen die lokalen Gewerbeämter zuständig bleiben. Im Gegensatz zur BaFin fehlt den Gewerbeämtern die Erfahrung für solche Prüfungen. → Pressemitteilung vom 31.03.2011
Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen: Die Konsequenzen aus der Krise sind noch nicht gezogen

Mit seinem Zehn-Punkte-Plan hat der vzbv eine Blaupause für mehr Verbraucherschutz bei Finanzdienstleistungen vorgelegt. Anlässlich der Zwischenbilanz der Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen mehr Courage von der Bundesregierung: "Der Verbraucherschutz im Finanzmarkt muss national endlich institutionell verankert werden." Während in Europa der Verbraucherschutz im Finanzmarkt seit Jahresbeginn großgeschrieben werde, hinke Deutschland weiter hinterher.→ Pressemitteilung vom 23.02.2011
Vertane Chance beim Anlegerschutz

Der Bundestag hat heute ein neues Gesetz zum Anlegerschutz verabschiedet. Der vzbv kritisiert dieses Gesetz als unzureichend. "Eine effiziente, schlagkräftige Aufsicht schafft man so nicht", sagt Gerd Billen, vzbv-Vorstand. Die Vorgaben zum Produktinformationsblatt sind nicht ausreichend. Weiterhin fehlen klare Standards für Beratungsprotokolle.→ Pressemitteilung vom 11.02.2011
Tagung zur Finanzaufsicht - Aufsicht mit Weitsicht

Auf der Tagung des vzbv am 25. Oktober 2010 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Verbraucherschutzüber die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung einer verbraucherorientierten Finanzmarktaufsicht. → Informationen zur Tagung

Materialien zum Download
In der rechten Spalte können Sie die Broschüre Verbraucherschutz und Finanzmarktregulierung, Studien und weiteres Hintergrundmaterial zum Thema herunterladen.

Mail an den Bundesfinanzminister
Unterstützen Sie unsere Forderungen! Schreiben Sie Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Wie? Klicken Sie auf diesen Link: www.vzbv.de/finanzmail

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