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09.08.2007 > Dokument

Stellungnahme zur Änderung der Richtlinie 96/22/EG - Verwendung von Stoffen mit hormonaler Wirkung

Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Stellungnahme

17-ß-Östradiol ist auf Grund aktueller Untersuchungen als uneingeschränkt karzinogen anzusehen. Daher muss die Verwendung von 17-ß-Östradiol bei zur Lebensmittelerzeugung gehaltenen Tieren generell verboten sein. Der Verbraucherzentrale Bundesverband unterstützt diese Regelung.

Auch unterstützt der Verbraucherzentrale Bundesverband den Vorschlag, Heimtiere aus dem Geltungsbereich der Rechtsvorschriften auszunehmen.

Aus Tierschutzgründen wird in der Praxis abgewogen zwischen dem aktuellen Leid eines Heimtieres, das es zu lindern gilt und einer Wirkung, die möglicherweise innerhalb der Lebenszeit des Tieres damit ausgelöst wird. Das ermöglicht aus Tierarztsicht in speziellen Fällen, dass nach einer Abwägung auch karzinogene Stoffe eingesetzt werden.

Sollte die Industrie diese Stoffe mangels wirtschaftlichen Interesses für ein spezielles Heimtier nicht zulassen, besteht die Möglichkeit zur Umwidmung. Damit hat der Tierarzt die Möglichkeit, bei Heimtieren auf Medikamente aus der Humanmedizin auszuweichen, wenn es dort ein hilfreiches Mittel gibt.

Bei neuen Zulassungen muss aber unbedingt geprüft werden, ob es missbräuchliche Anwendungen gibt. Anträge, bei denen ein Missbrauch wahrscheinlich ist, müssen abgelehnt werden können.

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