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30.04.2014 > Dokument

Neue EU-Regeln für Biosiegel sind gut, aber nicht konsequent genug

EU muss nachbessern bei Kontrollen und Haftung bei Schadstoffbelastungen
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Die EU-Kommission will die Standards für Bioprodukte anheben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt die geplante Änderung der EU-Öko-Verordnung, fordert in seiner Stellungnahme aber schärfere Kontrollen und Nachbesserungen.

In dem Revisionsentwurf der europäischen Öko-Verordnung vom März 2014 hat die EU die Standards für Biosiegel vereinheitlicht und ausgeweitet. So dürfen nur noch Landwirtschaftsbetriebe das Biosiegel verwenden, wenn sie komplett auf bio umstellen. Außerdem will die EU-Kommission die Vorgaben konkretisieren, so dass der gleiche Standard für alle Mitgliedsstaaten gilt und nicht jedes Land für sich selbst definiert, was ein biologisches Erzeugnis ist.

Forderungen des vzbv

Allerdings kann das ohne Kontrollen nicht funktionieren und für diese fehlt es an Ressourcen. Der vzbv fordert daher, dass die Länder effiziente und einheitliche Kontrollmechanismen etablieren.

Außerdem strebt der vzbv an, dass jedes Biogemüse in 15 Jahren nur noch aus Biosaatgut stammt. Bisher ist der Biosektor stark auf Züchtungen der konventionellen Landwirtschaft angewiesen.

Umweltverschmutzer sollen haften

Der vzbv fordert außerdem, dass konventionelle Betriebe haften sollen, wenn von ihnen verbreitete Pestizide die ökologisch angebauten Produkte anderer Bauern belasten. Wenn ein Produkt durch Schadstoffbelastungen nicht mehr als bio verkauft werden kann, sollten die Verursacher für den finanziellen Schaden aufkommen.

vzbv-Stellungnahme zur Öko-Verordnung

Die ausführlichen Forderungen des vzbv finden Sie in unserer Stellungnahme „Revision der Europäischen Öko-Verordnung“ zum Download.

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