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07.12.2011 > Dokument

Nein zur Veröffentlichung der Positivliste

Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Eine Positivliste kann geeignet sein, dem Wildwuchs von Aussagen, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung Stand halten, entgegen zu wirken. Der vzbv stellt aufgrund des aktuellen Marktgeschehens fest, dass die Vielzahl der noch offenen Regelungen zu einer bedenklichen Produktentwicklung führt. So drängen immer mehr Lebensmittel mit einer Vielzahl unsinniger Mikronährstoff-Anreicherungen auf den Markt.

Stellungnahme des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Veröffentlichung der Positivliste im Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel

Zwar ist der vzbv der Auffassung, dass eine Positivliste geeignet ist, dem Wildwuchs von Aussagen, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung Stand halten, entgegen zu wirken. Andererseits aber stellt der vzbv aufgrund des aktuellen Marktgeschehens fest, dass die Vielzahl der noch offenen Regelungen, insbesondere was die fehlenden Obergrenzen für die Anreicherung anbelangt, zu einer bedenklichen Produktentwicklung führt. So drängen immer mehr Lebensmittel mit einer Vielzahl unsinniger Mikronährstoff-Anreicherungen auf den Markt. Dies insbesondere auch bei ernährungsphysiologisch weniger geeigneten Lebensmitteln. Es passiert derzeit also genau dass, was die Health Claims-Verordnung eigentlich verhindern sollte.   Aus den oben genannten Gründen können wir der Veröffentlichung einer Positivliste derzeit nicht zustimmen.

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