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12.07.2012 > Dokument

Hausanschluss für Mobilität - eine Alternative zum privaten PKW?

Erfahrungen und Potenziale von Erreichbarkeitsplanung
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Die Verkehrspolitik sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, zukünftig für jeden Bürger auf nachhaltige Weise ein Grundbedürfnis an Mobilität bereitzustellen. Als Alternative zum privaten PKW wird ein Hausanschluss für Mobilität diskutiert. Analog zu den städtischen Hausanschlüssen für Kanalisation, Strom und Wärme soll dieser eine effiziente kollektive Verkehrsnutzung ermöglichen. Die beiden Verkehrwissenschaftler Oliver Schwedes und Stephan Daubitz haben das Konzept im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) untersucht.

Erste Hinweise für die konkrete Umsetzung eines Hausanschlusses für Mobilität finden sich in Großbritannien, wo seit einigen Jahren eine sogenannte Erreichbarkeitsplanung (Accessibility Planning) durchgeführt wird. Dort haben die Kommunen die gesetzliche Verpflichtung, Karten zu erstellen, aus denen die Verkehrsversorgung der Bevölkerung ersichtlich wird.

Mobilität für jeden Bürger

Das Ziel ist es, eine schlechte Versorgung zu identifizieren und zu beheben, um die mit fehlender Mobilität verbundenen Nachteile für die Betroffenen auszugleichen. Damit zielt die Politik dort vor allem auf einkommensarme Bevölkerungsgruppen, die über keinen Pkw verfügen und somit auf alternative öffentliche Verkehrsangebote angewiesen sind.

Die Autoren plädieren dafür, den Anspruch der Erreichbarkeitsplanung über den engen Kreis der Einkommensarmen hinaus zu erweitern und einen Hausanschluss für Mobilität für jeden Bürger anzustreben und als ernstzunehmende Alternative zum privaten Pkw zu etablieren.

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