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21.02.2012 > Dokument

Googles neue Datenschutzrichtline – klar und verständlich?

Neue Datenschutzbestimmungen von Google zum 1. März 2012
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Kurz und verständlich in einer einzigen Erklärung will das Unternehmen seinen Nutzern erläutern, was mit ihren Daten passiert. Aber wie sollen Nutzer in eine Erklärung einwilligen, die nicht klar verständlich macht, was tatsächlich alles mit ihren Daten geschieht?

Googles gigantische Profilbildung

Bisher sind die verschiedenen Google Dienste wie Google-Mail, YouTube, Picasa und Google+ nur sehr locker miteinander verknüpft. Das soll sich jetzt ändern. Zum 01.03.2012 will Google alle seine Dienste enger miteinander verschmelzen. Alle Daten, die Nutzer in den verschiedenen Google-Diensten hinterlassen, sollen gesammelt und ausgewertet werden. So sollen dem Nutzer für ihn relevantere Suchergebnisse und auf ihn zugeschnittene Werbung präsentiert werden. Allerdings wird so auch der Verbraucher wieder ein ganzes Stück gläserner.

Googles neue Datenschutzbestimmungen

Gleichzeitig hat Google auch eine Änderung seiner Datenschutzbestimmungen angekündigt. Die mehr als 60 verschiedenen Richtlinien werden zu einer einzigen Datenschutzerklärung zusammengeführt. Auf den ersten Blick ist die neue Datenschutzerklärung besser strukturiert und in einer klar verständlichen Sprache verfasst. Liest man jedoch genauer, fällt auf, dass Begriffe wie „möglicherweise“, gegebenenfalls“ und „unter Umständen“ die Erklärung prägen. So erfasst Google beispielsweise „möglichweise gerätespezifische Informationen und Standortdaten“. Und „unter Umständen werden die personenbezogenen Daten aus den verschiedenen Google-Diensten mit einander verknüpft“. Selbst wenn man sich also die Mühe gemacht hat, die neue Datenschutzerklärung zu lesen, weiß man nicht, was Google nun konkret mit den gesammelten Daten alles macht. Eine Einwilligung macht jedoch nur Sinn, wenn man abschätzen kann, wozu man eine Zustimmung gibt. Nur so kann man die Kontrolle über seine Daten behalten. Dies ist bei Googles neuer Datenschutzerklärung aber selbst für aufgeklärte und bewusste Verbraucher nicht möglich.

Was kann der Nutzer tun?

Damit nicht alle relevanten Informationen bei einem einzigen Anbieter– in diesem Fall Google - vereint sind, sollten Nutzer ihre Daten auf verschiedene Dienste verteilen. So könnte beispielsweise ein anderes Soziales Netzwerk oder ein anderer Foto-Dienst in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus erfordern nicht alle Google-Dienste eine Anmeldung, so dass bei diesen Angeboten keine personenbezogenen Informationen an Google abgegeben werden müssen.

 

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