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01.02.2012 > Dokument

Energie 2050 – sicher, sauber, bezahlbar

Die Energiewende verbrauchergerecht gestalten
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Die Energiewende ist beschlossen. Bis 2022 will Deutschland aus der Kernenergie aussteigen. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2050 gegenüber 1990 um 80 Prozent reduziert werden. 60 Prozent des gesamten Energieverbrauchs soll bis 2050 aus Erneuerbaren Energien stammen. Die Energiewende wird aber nur gelingen, wenn sie von den Verbrauchern dauerhaft mitgetragen wird.

Die Ziele der Energiewende werden von der Bevölkerung klar unterstützt. Schon 2010 wollten laut einer Umfrage des Umweltbundesamtes mehr als drei Viertel der Befragten aus der Atomenergie aussteigen. 62 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass die Bundesregierung nicht genug für den Klimaschutz unternehme. 85 Prozent befürworteten einen Umstieg auf Erneuerbare Energien, und über 80 Prozent schätzten Maßnahmen zur Energieeinsparung in Wohnhäusern oder zur Effizienzsteigerung von elektrischen Geräten als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ ein.

Auf der anderen Seite sind hoher Energieverbrauch und Abhängigkeit von fossilen Ressourcen Resultat unserer Lebens- und Konsumgewohnheiten. Diese aufzugeben fällt schwer. Je konkreter die Ziele der Energiewende die eigenen Lebensgewohnheiten infrage stellen, desto eher stoßen sie bei der Umsetzung auf Vorbehalte. Die Energiewende wird dann primär als Belastung wahrgenommen. Das behindert die praktische Umsetzung der weitgehend akzeptierten abstrakten Ziele.

Energiewende eröffnet Chancen

Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass die Energiewende nicht nur Belastungen für Verbraucher mit sich bringt, sondern auch neuartige Chancen eröffnet: Erneuerbare Energien machen unabhängig von Erdöl und Erdgas, die Jahr für Jahr teurer werden. Wer zum Beispiel eine Solaranlage auf dem Dach hat, wird zum Stromerzeuger und kann ins Netz einspeisen oder den Strom selber nutzen.

Mitwirkung von Verbrauchern und Bürgern

Die Energiewende wird nur gelingen, wenn sie von den Verbrauchern dauerhaft mitgetragen wird. Was hierfür nötig ist, zeigt die Broschüre. Darin wird aufgeschlüsselt, wie die Energiewende verbrauchergerecht gestaltet werden kann; dabei geht es darum, bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien Versorgungsengpässe zu vermeiden, Kostensteigerungen zu begrenzen und Mitwirkungsmöglichkeiten für Verbraucher und Bürger zu schaffen.

In der Broschüre wird beschrieben, wie Energie- und Mobilitätsdienstleistungen auszubauen sind, die den Verbrauchern Gewinne an Effizienz und Komfort bringen. Außerdem wird dargelegt, wie neue Wohlstandsmodelle mehr Lebensqualität bei geringerem Energieverbrauch ermöglichen können.

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