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28.10.2010 > Dokument

Elektronischer Personalausweis: Die wichtigsten Fragen und Antworten (FAQ)

Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com
Wir beantworten die häufigsten Fragen zum elektronischen Personalausweis:

  • Was ist der neue elektronische Personalausweis?

  • Wie wird der elektronische Personalausweis genutzt?

  • Muss ich alle diese Funktionen des Ausweises nutzen?

  • Was kostet der neue elektronische Personalausweis?

  • Was passiert, wenn ich den Ausweis verliere?

  • Ist der neue Personalausweis sicher?

  • Muss ich mir jetzt einen neuen elektronischen Personalausweis holen?

Was ist der neue elektronische Personalausweis?

Ab dem ersten November 2010 werden Bürger der Bundesrepublik Deutschland nur noch den neuen, elektronischen Personalausweis erhalten können. Doch längst nicht alles an ihm ist perfekt. Der vzbv begegnet dem neuen Personalausweis mit Skepsis: Er ist zu unsicher und zu teuer.

Der neue, elektronische Personalausweis ist ein Ausweisdokument, das von der Bundesrepublik Deutschland an seine Bürger ausgegeben wird. Nicht nur das Format (Scheckkarte) ist neu, auch die Technik. Im elektronischen Personalausweis ist ein Funkchip (RFID-Chip) enthalten, auf dem die Ausweisdaten auch digital gespeichert sind. Darüber hinaus kann er auch zur Identifikation im Internet benutzt werden.

Welche Daten sind auf diesem Ausweis enthalten?
Die Daten auf dem elektronischen Personalausweis werden in drei Kategorien unterschieden.
  1. Kategorie: hoheitliche Daten
    Hoheitliche Daten sind das digitalisierte Foto, der Name, die Anschrift, die Personalausweisnummer, Augenfarbe und Größe sowie, wenn Bürger diese auf dem Ausweis haben speichern lassen, auch die Fingerabdrücke. Diese muss man jedoch nicht speichern lassen. Alle hoheitlichen Daten mit Ausnahme der Fingerabdrücke sind Pflichtangaben.

  2. Kategorie: Daten für die Online-Identifikation (elektronischer Identitätsnachweis, auch eID abgekürzt)
    Mit dem neuen elektronischen Personalausweis, einem Lesegerät und der eID können sich Verbraucher zum Beispiel im Internet gegenüber einer öffentlichen oder auch nicht-öffentlichen Stelle (zum Beispiel Internet-Shop) eindeutig identifizieren. Die dabei vom Verbraucher freigegebenen Daten geben zum Beispiel Auskunft darüber, dass der Ausweisinhaber volljährig ist, wo er wohnt oder schlicht die Information, wie er heißt.

  3. Kategorie: Daten für die Signaturfunktion
    Der Ausweis ist für die sogenannte qualifizierte digitale Signatur vorbereitet. Mit einer solchen Signatur kann man zum Beispiel digitale Dokumente rechtsverbindlich siegeln. Die hierfür notwendigen Signaturzertifikate bekommt der Ausweisinhaber aber nicht vom Bürgeramt oder dem Bundesverwaltungsamt, sondern von einem privaten Signaturanbieter.

Ausführliche Antworten auf diese und alle anderen Fragen finden Sie im Download.

Interview auf www.surfer-haben-rechte.de

Unser Projekt "Verbraucherrechte in der digitalen Welt" hat ein Interview mit Frank Rosengart vom Chaos Computer Club geführt. Lesen Sie die kritischen Punkte aus Sicht des CCC.

Link zum Interview mit Frank Rosengart vom Chaos Computer Club

Das Projekt Verbraucherrechte in der digitalen Welt
Besser verstehen, was online passiert. Besser wissen, was Anbieter und Nutzer dürfen.

Am 1. Januar 2009 startete das Projekt "Verbraucherrechte in der digitalen Welt" des Verbraucherzentrale Bundesverbandes - mit dem Ziel, Verbraucher zu befähigen, sich sicher im Internet zu bewegen und aktiv zu partizipieren. Dazu gibt es Aufklärungs- und Informationskampagnen, Umfragen und die rechtliche Überprüfung von Internetangeboten und Portalen.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert. Surfer haben Rechte kooperiert mit dem Projekt Verbraucher sicher online, das an der Technischen Universität Berlin angesiedelt ist.

www.surfer-haben-rechte.de

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