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06.12.2011 > Dokument

Einsatz von Antibiotika verringern, Resistenzen vermeiden und bekämpfen

Stellungnahme zum Entwurf einer Änderung des Arzneimittelgesetzes
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Der Einsatz von Antibiotika muss transparenter gemacht und konsequent minimiert werden. Resistenzen sollen bekämpft werden. Das BMELV hat einen Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vorgelegt - hier die Stellungnahme des vzbv.

Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, durch Änderungen von Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die für den Vollzug des Tierarzneimittelrechts zuständigen Behörden der Länder ihre Überwachungsaufgaben effektiver wahrnehmen können. Außerdem soll eine Ermächtigungsänderung erfolgen, um Regelungen zu schaffen bezüglich der umfassenden Nutzung von Daten über die Abgabemengenerfassung von Arzneimitteln zur Anwendung am Tier durch Landesbehörden, sofern es sich bei der Nutzung um Monitoringzwecke handelt.

Entscheidend ist aus Sicht des vzbv, dass ein gesetzlicher Rahmen geschaffen wird, damit

  • in human- und tiermedizinischen Anwendungen eingesetzte Wirkstoffe und Wirkungsweisen getrennt werden
  • Antibiotika, die bei problematischen, auch den Menschen befallenden Erregern als „letztes Mittel“ gelten, nicht mehr in der Landwirtschaft eingesetzt werden dürfen
  • die Lebensmittelsicherheit für den Konsum von Fleisch, wie auch bei der Erzeugung von pflanzlichen Produkten, gewährleistet wird
  • dringend erforderliche Strategien zur Änderung der Tierhaltungssysteme umgesetzt werden.

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