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06.06.2012 > Dokument

Die Daseinsvorsorge im Verkehr

Diskussionspapier im Auftrag des vzbv
Quelle: 
Peter Atkins – fotolia.com

Das Prinzip der Daseinsvorsorge reicht historisch zurück bis zu den Anfängen moderner Staatlichkeit. Es beschreibt Leistungen, die der Staat dauerhaft für die gesamte Bevölkerung im Interesse des Gemeinwohls erbringt. Die im Rahmen der Daseinsvorsorge formulierte Aufgabe für die gesamte Bevölkerung ein Mindestmaß an Mobilität zu gewährleisten, soll bis heute der öffentliche Verkehr erfüllen. In Anbetracht der massenhaften Automobilisierung stellt sich die Frage, ob der öffentliche Verkehr seiner ursprünglichen Aufgabe noch gerecht wird beziehungsweise ob es dieser staatlichen Leistung im Rahmen der Daseinsvorsorge noch bedarf.

Sowohl unter sozialen wie ökologischen Gesichtspunkten, spricht vieles dafür, dass das Prinzip der Daseinsvorsorge im neuen Gewand der Nachhaltigkeit eine Renaissance erfährt. Aus Verbrauchersicht bedarf es dazu eines Perspektivenwechsel von einer einseitigen Ausrichtung an Kriterien der staatlichen Leistungsverwaltung hin zu einer stärkeren Orientierung an Kundeninteressen.

Plädiert wird für neue Formen der Governance im Verkehrssektor, die es den Bürgern ermöglicht, sich bei der Gestaltung von Mobilitätsangeboten zu beteiligen, die die alte Trennung von öffentlichem Kollektivverkehr und privatem Individualverkehr aufheben, indem sie einen „Hausanschluss für Mobilität“ gewährleisten.

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