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Desinfektion der Hände

Quelle: mitiu - Adobe Stock

Corona

Die Folgen der Corona-Pandemie sind ein Stresstest für Verbraucher:innen – ebenso wie für Unternehmen und Politik. Gerade in der Corona-Krise sind viele Menschen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, so dass es noch wichtiger für diesen Personenkreis ist, unnötige Kosten zu vermeiden.

Infografik: Ein Fünftel der Befragten hat finanzielle Einbußen durch Corona-Krise erlitten.

Infografik: Ein Fünftel der Befragten hat finanzielle Einbußen durch Corona-Krise erlitten.

Infografik: Drei Viertel der Betroffenen hat Gehaltseinbußen erlitten

Infografik: Drei Viertel der Verbraucher hat Gehaltseinbußen erlitten

Die Krise hat auf bestehende Probleme im Verbraucheralltag aufmerksam gemacht und sie zusätzlich verschärft. Die Bewältigung der konjunkturellen Krise bietet allerdings die Chance, strukturelle Fehlentwicklungen und Ungleichgewichte zwischen Unternehmens- und Verbraucherinteressen aufzulösen.

Wirtschaftshilfe und -sanierung müssen zukunftsfähig und im Sinne von Verbraucher:innen erfolgen: krisenfest, fair, nachhaltig. Starker Verbraucherschutz schafft Vertrauen in eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Davon profitieren Verbraucher:innen und Unternehmen.

Der vzbv fordert daher

  • Unternehmensinteressen dürfen von der Politik nicht höher gewichtet werden als die der Verbraucher:innen – auch nicht bei der Krisenbewältigung.
  • Im politischen Handeln – etwa bei Hilfspaketen – darf nicht nur auf die Angebotsseite geachtet werden.
  • Verbraucherrechte dürfen nicht zum Kollateralschaden einer Krisengesetzgebung werden.
  • Unternehmen dürfen Risiko und Kosten nicht auf die Verbraucher abwälzen.

Themenbild des vzbv zur Bundestagswahl 2021

Bei der Krisenbewältigung wird es darauf ankommen, dass sich Verbraucher:innen auf ihre Rechte verlassen können und dass die Weichen für die Zukunft richtig gestellt werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat aus diesem Grund konkrete Vorschläge zur Bundestagswahl 2021 formuliert. Starke Verbraucherrechte zeigen einen Weg, Wirtschaft und Gesellschaft krisenfester, fairer und nachhaltiger zu gestalten.

Wo Verbraucher:innen Antworten finden

Die Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) ist für viele Menschen Anlass für konkrete Fragen und Informationsbedarf. Aus Verbrauchersicht braucht es verlässliche und verständliche Informationen, die zu Besonnenheit und verantwortungsvollem Umgang mit der Infektionskrankheit beitragen. Die Verbraucherzentralen geben Orientierung und vermitteln seriöse Ansprechpartner und Anlaufstellen.

  • Wegen der Coronavirus-Krise dürfen Hausärzt:innen Patient:innen jetzt wieder am Telefon krankschreiben lassen. Das ist möglich, falls Sie eine leichte Atemwegserkrankung ohne Anzeichen für Corona haben.
  • Wenn Sie Symptome für Corona aufweisen, sollten Sie sich testen lassen.

Weitere Informationen der Verbraucherzentralen zu diesem Thema finden Sie hier.

Die Einschränkung der Reiseaktivitäten durch die länderspezifischen Reisewarnungen stellt Staat, Wirtschaft und Verbraucher vor weitere Herausforderungen. Der vzbv setzt sich dafür ein, dass Verbraucher:innen unabhängig von der aktuellen Rechtslage die Möglichkeit zur transparenten und kulanten Umbuchung haben. Auch Gutscheine sind eine gute Alternative. Wer dazu in der Lage ist, kann die Möglichkeit des Gutscheins nutzen, um den Reiseunternehmen Liquidität zu erhalten.

Der vzbv empfiehlt Verbraucher:innen, frühzeitig Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter aufzunehmen. Pauschalreisende sind gut abgesichert, Individualreisende über eine Reiserücktrittsversicherung. Wenn die Airline den Flug streicht, erhalten Kund:innen den vollen Ticketpreis zurück. Wenn Reisende selbst den Flug stornieren, erhalten sie nur die Steuern und Gebühren zurück. Die EU-Fluggastrechte-Verordnung sieht aber pauschale Entschädigungen vor. Entscheidend ist, ob und ab wann ein Flug wegen Auswirkungen des Corona-Virus oder aus wirtschaftlichen Gründen gecancelt wurde.

Auf der Seite der Verbraucherzentralen finden Sie Informationen zu den aktuellen Reisewarnungen, zur Rückreise aus dem Urlaub sowie zur Urlaubsplanung.

Wenn die Absage der Veranstaltenden kommt, sollte es, nach Meinung des vzbv, eine Entschädigung geben. Hier gibt es zurzeit ein Bemühen aller um große Kulanz.

Weitere Informationen der Verbraucherzentralen zu diesem Thema finden Sie hier.

Die Verbraucherzentralen der 16 Bundesländer sind mit rund 200 Beratungsstellen bundesweit zu erreichen. Verbraucher:innen bekommen hier aktuelle, verlässliche Informationen und unabhängige Beratung.

Bitte beachten Sie allerdings, dass Beratungsstellen aufgrund der aktuellen Situation für den Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen sein können. Wenden Sie sich daher bitte zunächst telefonisch oder per E-Mail an die Verbraucherzentralen. Alle Verbraucherzentralen sind Mitglieder im Verbraucherzentrale Bundesverband.

Alle Beratungsangebote der Verbraucherzentralen in den Bundesländern finden Sie hier.

Pressekontakte zu den Verbraucherzentralen in den Bundesländern finden Sie hier.

Um Betrug, Abzocke, Wucher und Missbrauch in der Corona-Krise weiter zu verfolgen, benötiget der vzbv konkrete Hinweise und Beschwerden von Betroffenen. Ihre Probleme mit bestimmten Anbietern bzw. Angeboten in Zusammenhang mit der Corona-Krise können Sie hier melden.

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