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Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzbv

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10969 Berlin
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PM vom 21.07.05: Werbeaktion "Sammelt für unsere Klassenfahrt" wettbewerbswidrig

PM vom 04.05.05: Verbindliche Qualität für Schulverpflegung gefordert:

PM vom 15.07.04: Gefahr zunehmender Werbung im Klassenzimmer:

Tagung: Werbung und Sponsoring in der Schule

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PRESSEMITTEILUNGEN

Schulsponsoring und -werbung: Bildungsministerien haben keinen Überblick über Werbung an den Schulen

vzbv untersucht erstmals die Rolle von Werbung in den Schulen - Tagung am 5. September in Berlin

11.08.2005 - Auf Klassenfahrt mit Bahlsen-Keksen, Kochen Lernen mit Thomy, Kicken auf dem Schulhof mit Coca Cola: Immer mehr Unternehmen drängen mit Werbung und Sponsoring in die Schulen - und sind in Zeiten knapper öffentlicher Mittel willkommene Geldgeber. So hat in Nordrhein-Westfalen bereits jede dritte Schule eine Partnerschaft mit einem Unternehmen. Zugleich fehlt den Kultusministerien der Überblick über die Situation an den Schulen.

Vor diesem Hintergrund nimmt der Verbraucherzentrale Bundesverband Werbung und Sponsoring in Schulen erstmals bundesweit unter die Lupe. In einer Studie untersucht der Verband, inwieweit an Deutschlands Schulen der Kommerz Einzug hält - und ob pädagogische Inhalte dabei in den Hintergrund gedrängt werden. "Niemand hat bisher einen Überblick über die tatsächliche Situation an den Schulen, nicht einmal die Bildungsministerien, und darum gibt es Fehlentwicklungen", sagt Helmut Schorlemmer, Gymnasialdirektor in Unna und Autor der Studie.

"Wir sagen Nein zu kommerzieller Werbung an Schulen, aber nicht zum Sponsoring an sich," so Schorlemmer. "Gute Schulen sind offene Schulen." Für die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen müssten aber klare Regeln gelten, die sich an pädagogischen Zielen orientieren. Die genauen Studienergebnisse wird der vzbv am 05. September 2005 auf seiner Tagung "Werbung und Sponsoring in der Schule" in Berlin vorstellen.

Vor wenigen Wochen erst hatte sich der Verbraucherverband in dem Verfahren gegen den Kekshersteller Bahlsen durchgesetzt. Dabei hatte das Oberlandesgericht Celle die Werbe-Aktion "Sammeln für die Klassenfahrt" wegen des damit verbundenen Gruppen- und Kaufzwangs bei Schülern, Lehrern und Eltern für unzulässig erklärt.

Terminhinweis:
Tagung zu Werbung und Sponsoring in Schulen am 05. September

Im Spannungsfeld zwischen Bildung und Kommerz nehmen die Schulen eine zwiespältige Haltung ein: Sie haben die Finanzspritzen der Sponsoren dringend nötig, doch droht ihnen auf der anderen Seite der Verlust pädagogischer Autonomie. In einer Pressekonferenz zum Auftakt unserer Tagung wird der vzbv die Ergebnisse einer Studie zum Ausmaß von Werbung und Sponsoring an Deutschlands Schulen vorstellen.
Montag, den 05. September, 9 Uhr 30, Landesvertretung Hessen
Das vollständige Tagungsprogramm finden Sie hier.

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