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08.02.2016 > Pressemitteilung

Wearables und Gesundheits-Apps: Standards für Qualität, Datenschutz und Datensicherheit festlegen

Statement von Klaus Müller, Vorstand des vzbv, anlässlich des Safer Internet Day 2016

Am 9. Februar 2016 ist Safer Internet Day. Das Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) lädt zur Veranstaltung „Am Puls der Zeit? Wearables und Gesundheits-Apps“. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert Regeln für die neuen digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen, damit diese sinnvoll genutzt werden können.

„Gesundheits-Apps und Wearables bieten neue Möglichkeiten, Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv in die Gesundheitsversorgung einzubinden. Blut- und Herzwerte können einfacher überwacht und dokumentiert werden. Über telemedizinische Anwendungen können Ärztinnen und Ärzte auch nach dem Erstkontakt mit den Patienten in Kontakt bleiben.

Gesundheits-Apps können das Leben von Patienten verbessern, aber auch Schaden anrichten. Politik und Aufsicht im Gesundheitswesen müssen daher schnell Standards für Qualität, Datenschutz und Datensicherheit entwickeln.

Gesundheits-Apps und andere digitale Angebote sorgen inzwischen für echten Wettbewerb um Versorgungsqualität unter den Gesetzlichen Krankenversicherungen. Das ist ein gutes Signal für die Versicherten, deren Bedürfnisse mit der Nutzung neuer Technologien ernst genommen werden.

Telematiktarife von Krankenversicherungen sind der falsche Weg, die Chancen der Digitalisierung im Sinne der Verbraucher zu nutzen. Auf den ersten Blick mag es für manche verlockend klingen, wenn sie für die Dauerüberwachung mit Apps und Wareables mit günstigeren Beiträgen belohnt werden. Belohnungssysteme, bei denen nur die Jungen, Gesunden und Willigen profitieren, widersprechen allerdings der Idee der solidarischen Finanzierung der Gesundheitsversorgung.“