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29.10.2015 > Pressemitteilung

Verbraucherzentrale Bundesverband: Seit 15 Jahren Stimme der Verbraucher

Verbraucherpolitische Aufgaben wachsen
Quelle: 
MediaCompany unter Verwendung von Neustockimages - istock
  • 1. November 2015: Der vzbv wird 15 Jahre alt
  • BSE-Krise als eine Initialzündung zur Gründung
  • Digitalisierung ist heute eine der größten Herausforderungen

Vor 15 Jahren, am 1. November 2000, wurde der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegründet. Dazu trug die BSE-Krise bei, die eine bundesweite Vertretung verbraucherpolitischer Interessen erforderte. Seitdem hat der vzbv nicht nur im Bereich Lebensmittel dafür gesorgt, dass die Stimme der Verbraucher in der Politik Gehör findet. Ihre Rechte setzt er auch vor Gericht durch.

„Verbraucherinteressen werden zunehmend heterogener“, stellt Klaus Müller, Vorstand des vzbv, mit Blick auf das Jubiläum des vzbv fest. „Gerade darum brauchen sie bei immer komplexer werdenden Märkten einen verlässlichen Partner, der ihre Interessen vertritt.“

Ob Finanzen, Energie- und Reiserecht, Nahrungsmittel, Gesundheit oder Pflege – der vzbv hat in 15 Jahren verbraucherpolitische Akzente gesetzt. Ein Beispiel: Im Jahr 2007 wechselten zwei Millionen Kunden ihren Energieanbieter oder Tarif, nachdem der Verband mit einer Kampagne auf Sparmöglichkeiten auf dem liberalisierten Energiemarkt aufmerksam gemacht hatte.

Datenschutz und Datensicherheit heißt eine große aktuelle Herausforderung. Die Digitalisierung erfasst jeden Lebensbereich, Daten offenbaren Verbraucherverhalten. Der vzbv setzt sich dafür ein, dass nicht mehr Daten als nötig erfasst werden und Verbraucherinnen und Verbraucher die Kontrolle über persönliche Informationen behalten. Im Jahr 2008 erbrachte der vzbv den Beweis, wie einfach es war, Kundendaten anzukaufen: Für 850 Euro erwarb der Verband sechs Millionen Datensätze und wies so auf Lücken bei der Datensicherheit hin. Bis heute ist das Thema Handel von Verbraucherdaten ohne Einwilligung nicht gelöst und braucht aus Sicht des vzbv strengere Regulierung.

Auch vor Gericht erstreitet die Verbraucherorganisation Erfolge wie zum Beispiel mehr Transparenz im Reiserecht oder das Verbot von Telefonanrufen zu Werbezwecken.

Auf diesen Lorbeeren kann und will sich der vzbv nicht ausruhen. Das transatlantische Handelsabkommen wie TTIP, neue verbraucherpolitische Instrumente des vzbv wie die Marktwächter Finanzen und Digitale Welt sowie neue Ansätze in der Verbraucherbildung und Verbraucherwissenschaft sind Herausforderungen der Verbraucherpolitik.

Dass der vzbv die starke Stimme von mehr als 80 Millionen Verbrauchern in Deutschland ist, daran haben auch die ehemaligen Vorstände Edda Müller und Gerd Billen, heute Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), gebührenden Anteil. Der vzbv vertritt die Interessen der Verbraucher gegenüber Politik, Wirtschaft und Verwaltung und klagt Verbraucherrechte vor Gericht ein. Als Dachverband der 16 Verbraucherzentralen der Länder und 25 weiterer Verbraucherschutzorganisationen bündelt er die Kräfte für einen starken Verbraucherschutz in Deutschland.