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10.03.2016 > Pressemitteilung

Umfrage: Verbraucher wollen digitale Inhalte grenzüberschreitend nutzen

vzbv fordert leichteren Zugang zu Musik, Filmen oder Sportsendungen innerhalb der EU
Quelle: 
georgejmclittle - fotolia.com
  • Eine große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland will digitale Inhalte grenzüberschreitend abonnieren können.
  • Wer Medieninhalte online konsumiert ist teilweise schlechter gestellt als Käufer von CDs oder DVDs.
  • CeBIT 2016 – digitale Transformation: Der vzbv fordert, dass Medieninhalte innerhalb der EU nicht mehr blockiert werden.

Knapp drei Viertel (73 Prozent) der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen Sportsendungen, Filme oder TV-Serien aus dem EU-Ausland auch in Deutschland abonnieren können. Fast ebenso viele (72 Prozent) wollen Online-Medien-Abonnements für Musik, Filme oder Sportsendungen auch unterwegs im EU-Ausland nutzen können. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

„Grenzen für digitale Inhalte im Internet müssen abgeschafft werden. Verbraucherinnen und Verbraucher in der europäischen Union sollen ihre Abos für Filme oder Sportsendungen auch unterwegs im EU-Ausland nutzen können. Inhalte aus anderen EU-Ländern müssen zudem leichter zugänglich werden“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv.

Der vzbv begrüßt den Vorschlag der EU-Kommission für eine Portabilitätsverordnung im Rahmen der Strategie eines digitalen Binnenmarkts. Die neue Verordnung sieht vor, dass Verbraucher Online-Inhalte wie Streaming-Abos zum Beispiel auf Reisen in der EU leichter nutzen können.

„Wenn der Vorschlag der Kommission umgesetzt wird, wäre das eine spürbare Verbesserung für die Abonnenten von Online-Diensten. Dass Verbraucher ein bereits bezahltes Angebot unterwegs nutzen können, sollte selbstverständlich sein“, so Müller.

Der vzbv fordert darüber hinaus, dass die vielfältigen Online-Angebote aus den verschiedenen EU-Staaten grenzüberschreitend, zu jeder Zeit, zu fairen Preisen und zu transparenten Nutzungsbedingungen verfügbar sind. Für Verbraucher sollte es möglich sein, die neue TV-Serie aus Großbritannien oder Fußballspiele aus Frankreich zu abonnieren.  

„Die Portabilitätsverordnung kann nur ein erster Schritt zur Reform des Urheberrechts sein. Zu einem gemeinsamen digitalen Binnenmarkt gehört mehr, als für ein paar Tage im Urlaub die eigenen Abos nutzen zu können. Verbraucher können CDs und DVDs aus aller Welt kaufen, aber digitale Inhalte im Netz werden an den jeweiligen Landesgrenzen blockiert. Das ist nicht zeitgemäß“, so Müller.

Digitale Transformation als Schwerpunkt der CeBIT 2016

Im Fokus der IT-Fachmesse CeBIT 2016, die vom 14. bis 18. März in Hannover stattfindet, steht die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Auch die EU-Kommission beteiligt sich mit einer eigenen Veranstaltung zum digitalen Binnenmarkt. Der vzbv fordert anlässlich der Messe, bei der Reform des Urheberrechts und der Umsetzung des digitalen Binnenmarkts die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Blick zu nehmen.

Details zur Einschätzung des vzbv zur Portabilitätsverordnung entnehmen Sie bitte dem Dokument zum Download.

Zur Umfrage stellt der vzbv Infografiken zur Verfügung.

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