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09.02.2015 > Pressemitteilung

Gier nach Autodaten

Paar am Auto
vzbv warnt vor Datensammelwut im Auto
Quelle: 
Marcus Gloger / vzbv

Zum Safer Internet Day 2015 stellt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) das Grundsatzpapier „Freie Fahrt in der digitalen Mobilität“ vor. Darin fordert der Verband, Grundregeln für den Daten- und Verbraucherschutz bei der digitalen Mobilität aufzustellen.

Die Akzeptanz der Verbraucher werde bei der digitalen Technik für das Auto davon abhängen, ob echte Transparenz und ein hohes Datenschutzniveau sichergestellt wird. Klaus Müller, Vorstand des vzbv, stellt die Vorzüge für Sicherheit, Effizienz und Komfort vor, warnt aber zugleich davor, bei selbständig fahrenden Autos in naiven Technikoptimismus zu verfallen.

Keine freie Fahrt für Datensammelwut

Bei allen Vorteilen, die die Digitalisierung in der Mobilität für Verbraucher in Zukunft bringen kann, hat diese Entwicklung auch ihren Preis. Das größte Risiko liegt darin, dass das Auto zu einer fahrenden Datensammelstelle wird. „Daten sind das Öl von heute und morgen. Die Gier nach Daten ist groß. Verbraucher aber müssen wissen, wer diese Daten zu welchem Zweck verwendet. Keine freie Fahrt für Datensammelwut“, so Müller.

Schon heute gibt es viele neue Geschäftsmodelle, die auf Datensammlungen beruhen. Ein Beispiel: Telematik-Tarife der Kfz-Versicherungen. Geben Verbraucher Daten über ihr gutes Fahrverhalten preis, werden sie mit einer kleinen Kostenersparnis von der Versicherung belohnt. Doch solche Geschäftsmodelle bergen ein gesellschaftliches Risiko: Absolute Transparenz der Verbraucherinnen und Verbraucher kann zu ungleicher Behandlung bei Preisen und zur sozialen Ausgrenzung bei Verweigerung oder Falschverhalten führen.

Thesen zur Digitalen Mobilität aus Verbrauchersicht stellt der vzbv in seinem Grundsatzpapier „Freie Fahrt in der Digitalen Mobilität“ zur Diskussion.