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12.03.2013 > Pressemitteilung

Bündnis für Verbraucherbildung gestartet

Bundesministerin Aigner unterstützt Einsatz für mehr Verbraucherkompetenz
Quelle: 
pure-life-pictures - fotolia.com

Ob Ernährung, Finanzen oder Medien: Auch Kinder und Jugendliche müssen sich in immer komplexer werdenden Märkten zurechtfinden. Die nötigen Kompetenzen dafür fehlen ihnen oft. Das belegt eine neue Studie des Instituts für Markt-Umwelt-Gesellschaft im Auftrag der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz. Mehr als Dreiviertel aller befragten Lehrer und Experten sehen demnach einen klaren Bildungsauftrag der Schule in diesem Bereich. Gleichzeitig beurteilen sie das derzeitige Angebot als „eher schlecht“.

2009 hat Schleswig-Holstein ein eigenes Fach Verbraucherbildung eingeführt. In anderen Ländern fehlt ein verbindliches Konzept. Ein Zusammenschluss von Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden will das jetzt ändern: Das Bündnis Verbraucherbildung setzt sich dafür ein, Verbraucherkompetenzen in den Lehrplänen der Schulen zu verankern – bundesweit. Ins Leben gerufen hat das Bündnis die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz. „Kinder und Jugendliche müssen sich in der heutigen Welt zurechtfinden. Dazu gehören Waren und Dienstleistungen aller Art. Die nötigen Kompetenzen dafür vermittelt die Schule. Sie legt den Grundstein für unsere Alltagskompetenz. Wir brauchen ein Schulfach, dass dieses Wissen vermittelt“, sagt Gerd Billen, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung und Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und vzbv-Vorstand Billen in Berliner Schule

Wie Verbraucherbildung an Schulen aussehen kann, erlebten Gerd Billen und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am 12. März bei einem gemeinsamen Besuch der Teltow-Grundschule in Berlin. Mit Schülerinnen und Schülern sprachen sie über die Verschwendung von Lebensmitteln, die Tricks der Werbebranche, nachhaltigen Konsum und den Datenschutz in Sozialen Netzwerken. In der anschließenden Pressekonferenz legte das Bündnis seine Ansätze und Forderungen in Form einer Resolution vor.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner erklärte: „Unser Anspruch muss es sein, Kinder und Jugendliche fit zu machen für den Alltag. Verbraucherbildung ist das Fundament, um im Alltag selbstbestimmt und selbstbewusst die richtigen Entscheidungen treffen zu können – sei es beim Abschluss einer Versicherung oder beim Online-Shopping. Ein Leuchtturm-Projekt ist der im Rahmen der Initiative ‚Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken‘ vom vzbv betriebene Materialkompass. Er wird für immer mehr Lehrerinnen und Lehrer zur ersten Adresse bei der Suche nach geeigneten Unterrichtsmaterialien. Doch das allein reicht nicht aus: Verbraucherbildung muss möglichst einen festen Platz im Lehrplan erhalten. Dafür haben wir mit dem Bündnis jetzt einen neuen, starken Partner.“

Deutsche Stiftung Verbraucherschutz

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat das Ziel, die Verbraucherarbeit in Deutschland zu stärken. Sie fördert Projekte, um Verbraucher besser zu informieren, zu beraten und weiterzubilden. Sie ermöglicht es, Verbraucherinteressen durchzusetzen und die Stellung des Verbrauchers in der sozialen Marktwirtschaft zu verbessern. Das trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft bei. Die Stiftung wurde 2010 vom Verbraucherzentrale Bundesverband und seinen Mitgliedsorganisationen gegründet.