Skip to content Skip to navigation

30.01.2012 > Onlinemeldung

Inkasso braucht Regeln

Unseriöse Inkassomethoden stoppen
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Abzocke und Einschüchterung durch unseriöse Inkassounternehmen müssen endlich gestoppt werden. Bei einer Auswertung von rund 4000 Verbraucherbeschwerden, war nur ein Prozent der Forderungen eindeutig berechtigt. Viele Verbraucher fühlten sich von den Inkassoschreiben bedroht und eingeschüchtert. Nun ist das Justizministerium gefordert, klare Regeln zu setzen.

Dort ist ein Gesetzespaket in Planung, in dem neben einer Verschärfung der unerlaubten Telefonwerbung und dem Abmahnmissbrauch von Anwälten wegen angeblicher Verletzung von Urheberrechten und datenschutzrechtlichen Einwilligungen auch unseriöse Inkassomethoden im Fokus stehen.

Kaum Kontrolle für Inkassounternehmen

Nicht zuletzt die Auswertung der Verbraucherzentralen hat gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Denn die Inkassounternehmen können weitgehend unkontrolliert agieren und ihre Gebühren nahezu willkürlich festlegen.

Das Prinzip ist einfach: Eine auf den ersten Blick kleine Hauptforderung bläht sich durch Phantasiegebühren, Aufschläge und Zinsen zu einem Vermögen auf. So wachsen Bagatellforderungen zu Beträgen von mehreren Hundert oder gar tausend Euro an.

Die Inkasso-Branche braucht Regeln, gesetzliche Informationspflichten, verlässliche Gebührenvorgaben und eine schlagkräftige Aufsicht. Der vzbv fordert ebenfalls die Einführung einer Gebührentabelle für Inkassodienstleistungen und eine abschließende Regelung der weiteren Nebenkosten, die oft die Hauptforderung um ein Vielfaches übertreffen können.

Die Verbraucherschützer ermitteln gegen unseriöse Inkassounternehmen 

Unseriösen Inkassounternehmern auf der Spur ist auch das Agentenduo Schulz und Heck. In 100 Sekunden führen sie die Zuschauer durch das Thema und gehen dafür sogar direkt bis zur Justizministerin.

Weitere Informationen

Downloads

Array