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30.06.2014 > Onlinemeldung

EU: Telefonieren und surfen im Ausland wird günstiger

vzbv begrüßt neue Preisdeckelung innerhalb der Europäischen Union
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Ab 1. Juli 2014 werden EU-weit die Gebühren für mobile Telefon- und Datennutzung im EU-Ausland gesenkt. Aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ist das ein Fortschritt im Kampf gegen überhöhte Preise.

Den neuen Höchstpreisen zufolge, die auf die „Verordnung über das Roaming in öffentlichen Mobilfunknetzen in der Union“ (Nr. 531/2012) der EU zurückgehen, zahlen Verbraucher für ankommende Gespräche im EU-Ausland fortan nur noch höchstens 6 Cent pro Minute (bislang 8 Cent). Abgehende Gespräche werden mit maximal 23 Cent berechnet (bislang 29 Cent). Ankommende SMS sind kostenfrei, abgehende dürfen bis zu 7 Cent kosten (bislang 10 Cent). 24 Cent darf die Datenübertragung pro MB kosten (bislang 54 Cent).

Bis Ende 2015 sollten Roaming-Gebühren in der EU eigentlich komplett abgeschafft werden. Dann könnten Verbraucherinnen und Verbraucher überall innerhalb der EU zum gleichen Preis wie zu Hause surfen und telefonieren. Der vzbv hat die bisherigen, schrittweisen Preissenkungen stets als positives Signal für einen einheitlichen europäischen Binnenmarkt begrüßt. Dass die EU-Kommission derzeit erwägt, die Frist für die Abschaffung der Roaming-Gebühren auf 2016 zu verschieben möchte, sieht der vzbv kritisch. Auch das EU-Parlament macht Druck, das 2015er-Ziel einzuhalten.

Der vzbv fordert, nicht nur die Preise für Endkunden, sondern auch im Großhandel von Netzkapazitäten zu regulieren. Sonst könnten kleinere Anbieter ohne eigenes Netz die Preise erhöhen oder gar vom Markt verschwinden. Sie müssten für die Nutzung der fremden Netze weiter zahlen, könnten die Kosten aber nicht mehr auf ihre Endkunden umlegen.