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11.06.2012 > Onlinemeldung

Energiewende verbrauchergerecht gestalten

vzbv fordert Planungssicherheit, Transparenz und gerechte Lastenverteilung für Verbraucher
Quelle: 
opolja - fotolia.com

Die Energiewende wird von einer Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt. Schon 2010 wollten laut einer Umfrage des Umweltbundesamtes mehr als drei Viertel der Befragten aus der Atomenergie aussteigen. 85 Prozent befürworteten einen Umstieg auf Erneuerbare Energien und über 80 Prozent schätzten Maßnahmen zur Energieeinsparung in Wohnhäusern oder zur Effizienzsteigerung von elektrischen Geräten als „wichtig" oder „sehr wichtig" ein. Zugleich steigt die Nachfrage in der Energieberatung der Verbraucherzentralen.

Diesen Akzeptanzbonus darf die Bundesregierung nicht verspielen. Denn die Energiewende wird nur gelingen, wenn sie von den Verbrauchern dauerhaft mitgetragen wird.

Für Transparenz und faire Verteilung der Stromkosten sorgen

Ein Problem ist die mangelnde Transparenz über die Ursachen von Strompreissteigerungen sowie eine ungleiche Verteilung der Lasten. Die Anbieter haben dies vielfach mit der Energiewende begründet. Tatsächlich gehen diese Tarifsteigerungen auf Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen zurück. Die Zeche zahlen private Haushalte und kleine Betriebe.

Der vzbv fordert, die Kosten für Verbraucher nachvollziehbar zu machen und sie gerecht zu verteilen.

Planungssicherheit und Qualität bei der Gebäudesanierung gewährleisten

Ohne Gebäudesanuierung keine Energiewende - doch der im Energiekonzept angekündigte Sanierungsfahrplan lässt weiter auf sich warten und es herrscht Unklarheit über das Fördervolumen. Energetische Gebäudesanierungen sind weniger effektiv als möglich, weil die Eigenheimbesitzer überfordert sind. So das Fazit einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag des vzbv.

Will sie die Verdoppelung der Sanierungsrate erreichen, muss die Bundesregierung Planungssicherheit für Gebäudeeigentümer und Mieter schaffen und die Beratung massiv ausbauen und bewerben.

Integriertes Konzept für nachhaltige Mobilität entwickeln

Auch im Verkehrsbereich besteht Handlungsbedarf: Dort will die Bundesregierung den Endenergieverbrauch bis 2050 um 40 Prozent senken. Doch das Energiekonzept enthält dazu vielfach nur vage Aussagen und Prüfaufträge. Erforderlich wären Maßnahmen, die den Verkehrssektor aus der Abhängigkeit vom Erdöl lösen.

Damit die Energiewende gelingt, braucht es vielmehr effiziente Autos, deutlich mehr Elektromobilität und einen attraktiven, leistungsfähigen öffentlichen Verkehr.

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