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30.06.2015 > Onlinemeldung

Bundespreis Verbraucherschutz geht an Rena Tangens und Schülergenossenschaft aus Löhne

Engagement für digitale Privatsphäre und für gesundes Schulessen wird ausgezeichnet
Quelle: 
vzbv - Holger Groß

Auf dem Deutschen Verbrauchertag am 29. Juni 2015 in Berlin wurde zum zweiten Mal der Bundespreis Verbraucherschutz verliehen. Datenschutzaktivistin Rena Tangens erhielt die Auszeichnung „Persönlichkeit des Verbraucherschutzes 2015“. Die Schülergenossenschaft McSnack wurde „Projekt des Verbraucherschutzes 2015“. Eine hochkarätig besetzte Fachjury mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Medien und Verbraucherorganisationen wählte die Preisträger unter 54 Vorschlägen aus.

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Wahrung der digitalen Privatsphäre der Bevölkerung erhält die Datenschutzaktivistin Rena Tangens die Auszeichnung „Bundespreis Verbraucherschutz“ in der Kategorie Persönlichkeit. Als Vorsitzende des Vereins Digitalcourage e.V. prägte sie unter anderem den Begriff „Datenkrake“ und verhinderte die Identifizierung von Verbraucherinnen und Verbrauchern durch RFID-Chips in Payback-Karten. Die Preisträgerin erhält eine Prämie von 15.000 Euro, mit der sie eine gemeinnützige Organisation ihrer Wahl unterstützen kann. „Die digitale Welt bietet große Chancen und neue Möglichkeiten für die Verbraucher. Das Verdienst der Preisträgerin ist es, dass sie schon sehr früh, nämlich in den 1980er Jahren, den Fokus auf die Schattenseiten geworfen hat. Sie hat früh vor Entwicklungen gewarnt, die wir erst seit wenigen Jahren verstehen“, sagt Jurymitglied Lucia Reisch.

Bio-Rohkost statt Gummibärchen und Chips: Der „Bundespreis Verbraucherschutz“ in der Kategorie Projekt geht an die Schülergenossenschaft McSnack der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne. Das von Schülerinnen und Schülern initiierte und selbstorganisierte Bistro bietet gesunde und ökologische Pausensnacks. Damit fördern sie das Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein über den Schulalltag hinaus und erwerben außerdem Kenntnisse in Verkauf, Buchhaltung und Marketing. Das Projekt erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro. „Mit dem Preis zeichnen wir die Eigeninitiative und das Engagement der Schülerinnen und Schüler für eine gesunde und nachhaltige Ernährung aus“, sagt Jurymitglied Hubertus Primus. „Die Schülergenossenschaft ist ein tolles Beispiel für gelebte Verbraucherbildung.“

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hatte im Dezember 2014 bundesweit aufgerufen, Menschen und Projekte für den Bundespreis vorzuschlagen. „Mit dem Preis ehrt die Stiftung herausragendes Engagement von Vorreitern und besonders erfolgreiche Projekte für die Stärkung von Verbraucherinteressen“, erläutert Melanie Weber-Moritz, Geschäftsführerin der Stiftung. Der Bundespreis Verbraucherschutz wird alle zwei Jahre verliehen. Schirmherr ist Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz.

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