Kontakt
Steffen Küßner
Pressereferent
kuessner@vzbv.de
Monika Büning
Referentin Umwelt, Produktsicherheit
umwelt@vzbv.de
Links
Weitere Links zum Thema:
Pressemitteilung vom 19.02.2008 zu GS-Zeichen
Termine
August 2010
Newsletter zur VerbraucherbildungErfahrungen mit dem neuen Auskunftsrecht
Unsere Umfrage zum Scoring8. September
Wiederverkaufskultur im Internet1960 - 2010
50 Jahre Consumers InternationalBundesweite Radshow
Dein Rad zählt!Verbraucherschutz in die Finanzaufsicht
Schreiben Sie dem BundesfinanzministerAktuelle Verfahren
Abofallen und Abzocke im Internet
17.04.2008 - "Effektiver kontrollieren, besser koordinieren, schärfer sanktionieren" lauten die Forderungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Heute wurden von der Europäischen Kommission die RAPEX-Zahlen für das Jahr 2007 vorgelegt. Das EU-Schnellwarnsystem listet gefährliche Konsumgüter auf. Insgesamt landeten rund 1.350 Produkte auf der Warnliste - ein Anstieg um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erneut waren Spielzeuge mit einem Anteil von rund 30 Prozent die am häufigsten gelisteten Waren.
Marktüberwachung muss besser ausgestattet werden
"Der Jahresbericht zeigt: Auch die großen Rückrufaktionen im letzten Jahr bieten keinen Anlass zur Entwarnung", bewertet Vorstand Gerd Billen die Ergebnisse. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht die Länder in der Pflicht, mehr in Personal und Ausstattung der Überwachungsbehörden zu investieren. Darüber hinaus müsse sich die Bundesregierung im Kampf gegen gefährliche Konsumgüter stärker engagieren. "Wir brauchen eine zentrale Melde- und Informationsstelle, die zugleich die Arbeit der Marktüberwachung der Länder koordiniert", sagt Billen. Notwendig sei darüber hinaus eine einheitliche Informationsstelle, bei der sich Verbraucher über risikoreiche Produkte informieren können. Die Europäische Union müsse zudem die Kontrolldichte an den Außengrenzen des Binnenmarktes erhöhen.
Kontrollen unabhängiger Dritter statt Selbstauskunft
Darüber hinaus setzt sich der Verbraucherzentrale Bundesverband dafür ein, die CE-Kennzeichnung auf den Produkten abzuschaffen. "Die derzeitige Etikettierung führt Verbraucher in die Irre und wiegt sie in einer Scheinsicherheit", so Billen. Bei der CE-Kennzeichnung handelt es sich lediglich um eine Selbstauskunft der Hersteller, dass ihre Produkte EU-konform sind. Konsumenten empfehlen die Verbraucherzentralen deshalb, beim Einkauf auf das GS-Zeichen zu achten. Das Siegel zeichnet Produkte aus, deren Sicherheit von unabhängigen Prüfstellen gewährleistet wird.
Gefährliches Spielzeug: Verbote statt Grenzwerte
Für Spielzeug sind nach Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes strikte Verbote von krebserzeugenden, erbgutverändernden und fortpflanzungsschädigenden Stoffen (KMR-Stoffe) und Duftstoffen notwendig. Derzeit wird die Spielzeugrichtlinie auf europäischer Ebene überarbeitet. Der aktuelle Entwurf der EU-Kommission setzt zwar strengere Grenzwerte für Chemikalien, Allergene und Duftstoffe. "Die geplanten Grenzwerte für KMR-Stoffe reichen aber nicht. Sie liegen sogar über den Grenzwerten für Kosmetikprodukte", kritisiert Billen.
RAPEX - das Schnellwarnsystem für gefährliche Konsumgüter
RAPEX ist das Schnellwarnsystem der Europäischen Union (EU) für gefährliche Konsumgüter. Die Mitgliedstaaten tauschen sich wöchentlich über riskante Produkte, die von ihnen ausgehenden Gefahren und die Maßnahmen in den Ländern aus. Einmal jährlich veröffentlicht Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva eine Auswertung. Insgesamt landeten rund 1.350 Konsumgüter auf der Warnliste, die ein ernstes Risiko darstellen - ein Anstieg um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch von 2005 auf 2006 war die Zahl um 32 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr waren erneut Spielzeuge mit über 400 die am häufigsten gelisteten Produkte - das heißt im Durchschnitt wurde mehr als ein Spielzeug pro Tag gemeldet. Die meisten davon stammen aus China.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |