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Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzbv

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10969 Berlin
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Christian Fronczak
Pressesprecher vzbv
presse@vzbv.de

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eMail: team@dripke.de
Pressekontakt eco: Tel. (0611) 97315-0

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eMail: solf@wettbewerbszentrale.de
Wettbewerbszentrale, Mitglied der Geschäftsführung, Tel. (06172) 121523

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Spamming: Aktionsbündnis gegen Werbemüll im Internet

Verbraucherschützer, Wettbewerbshüter und Internetbranche gehen juristisch gegen Spam-Versender vor

15.03.2005 - Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ) sowie der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) haben sich zu einem Aktionsbündnis zur Bekämpfung von Spam zusammengeschlossen. Auf Initiative des Bundesverbraucherministeriums bündeln die drei Verbände ihre technische Expertise und ihre rechtlichen Befugnisse.

Das Aktionsbündnis wird sich zunächst auf die Rechtsverfolgung von gewerblichen Spammern konzentrieren. In das Aktionsbündnis bringt der Branchenverband eco das fachliche Wissen der Internetwirtschaft ein, um Spam-Mails bis zum Absender zurückzuverfolgen und so die ladungsfähige Anschrift von Spammern zu ermitteln. Der Verbraucherzentrale Bundesverband und die Wettbewerbszentrale werden dann mit Hilfe von Verbandsklagen juristisch gegen Spam-Versender und deren Auftraggeber in Deutschland vorgehen. Der Versand von Spam-Mails ist in Deutschland nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verboten. Die Bündnispartner wollen durch ihre gemeinsame Aktion auch das erschütterte Vertrauen von Verbrauchern in E-Mail und Internet zurückgewinnen und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken.

"Spam schadet Privatverbrauchern und der Wirtschaft gleichermaßen", sagte vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. "Unser gemeinsames Vorgehen ist deshalb ein Musterbeispiel dafür, wie wichtig Verbraucherschutz auch für Unternehmen ist."

"Angesichts der massiven Schäden hat auch die Wirtschaft ein großes Interesse an der Eindämmung der Spam-Flut", sagte Dr. Reiner Münker, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der Wettbewerbszentrale. "Wir werden den Informationsaustausch verstärken und dadurch effizienter gegen schwarze Schafe vorgehen können."

"Mit der hier eingegangenen Allianz findet nunmehr auf deutscher Ebene das statt, was eco mit seinem Spotspam-Projekt in nächster Zeit auch auf europäischer Ebene durchführen wird", sagte eco Geschäftsführer Harald A. Summa. "Spammer müssen zur Kenntnis nehmen, dass verstärkt mit Konsequenzen zu rechnen ist."

Im Bundestag wird zur Zeit ein Gesetz diskutiert, nach dem Spammer auch mit Bußgeldern bestraft werden sollen. Das soll aber nur gelten, wenn eine unverlangte Werbemail den Verbraucher zusätzlich über den Absender oder ihren kommerziellen Charakter täuscht.

Spam nimmt weiter zu
Internetbenutzer werden zunehmend von einer Flut unerwünschter Werbung überrollt. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist der Anteil der Spam-Mails an allen in Deutschland empfangenen Mails inzwischen auf mehr als 50 Prozent gestiegen. Für den Nutzer einer Mailadresse kann dies bedeuten, dass er täglich massenhaft Mails bekommt, die er mit erheblichem Zeitaufwand von Hand löschen muss. Der Einsatz von Filtersoftware führt immer wieder zur Löschung auch von wichtigen gewünschten Mails.

Die Kosten für den Spam-Download wurden im Jahr 2003 nach einer Studie der EU auf weltweit 12 Milliarden Euro geschätzt. Der größte Teil der Kosten entsteht dabei bei den Empfängern und den Providern. Des weiteren können Spam-Mails Viren oder Trojaner beinhalten, die den Rechner schädigen können. Sogenannte Phishing-Mails werden von betrügerischen Versendern genutzt, um Kontodaten und Passwörter von Verbrauchern auszuspähen und damit Bankkonten leerzuräumen.
Verbraucher, die Opfer von Spam werden, können sich an die Beschwerdehotline von eco, oder an die Beschwerdestelle der Wettbewerbszentrale wenden.

Das Aktionsbündnis


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